AK: Keine Notwendigkeit der Besserstellung des Eigenkapitals

Untersuchung nahm Firmenbilanzen unter die Lupe

Wien (OTS) - Die AK hat die Bilanzen jener Firmen untersucht,
die in den Jahren 1995 und 1996 eine Dividende ausgeschüttet
haben. Das Ergebnis: Die Eigenkapitalausstattung der Kapitalgesellschaften ist mit über 40 Prozent auch internationalen Vergleich gut, über 90 Prozent der Gewinne wurden ausgeschüttet. AK-Direktor Werner Muhm sieht daher keine Notwendigkeit für eine Steuerfreistellung nicht entnommener Gewinne, wie sie der oberösterreichische Landesrat Leitl forderte: "Die Gewinnbesteuerung in Österreich ist nach wie vor attraktiv, eine weitere Entlastung nicht notwendig, vordringliche Aufgabe der Steuerreform bleibt die Entlastung des Faktors Arbeit."****

Muhm betont, daß sich die Investitionsförderung über einen Investitions-Freibetrag bewährt habe. Für eine Steuerfreistellung als "Jobknüller" bestehe jedenfalls kein Bedarf. "Wenn die Gesellschaften wirklich eine Stärkung des Eigenkapitals brauchen, dann sollen sie gefälligst weniger ausschütten", fordert der AK-Direktor. Darüberhinaus garantiere eine Steuerfreistellung von Gewinnnen, wie sie Leitl fordert, keineswegs einen
Investitionsschub in großem Ausmaß. Aufgabe der Steuerreform sei es nicht, die Firmen noch mehr zu begünstigen und die Gewinne zu erhöhen. Vordringlich sei eine Entlastung des Faktors Arbeit. Bei den Personengesellschaften spiegeln die Bilanzzahlen die tatsächliche Vermögenslage nur sehr unzureichend wider. Auch hier sei die wirtschaftliche Situation besser als die veröffentlichten Werte, so Muhm.

Die Untersuchung auf einem Blick

95/366 Ges 96/337 Ges

Jahresüberschüsse 34,6 Mrd 27,8 Mrd

Dividendenbeschlüsse 28,6 Mrd 25,2 Mrd

Ausschüttungsquoten 82,7% 90,5%

Eigenkapitalanteil 42% 42,5%

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