Gewerbeverein: Nachwachsende Rohstoffe - Club-Stammtisch Wirtschaft-Wissenschaft

Wien (OTS) - Gestern abend fand in der von Österreichischem Gewerbeverein (ÖGV) und vom itf (Innovations- und Technologiefonds) veranstalteten Reihe Club-Stammtisch Wirtschaft-Wissenschaft - Forum für Technologietransfer eine weitere - sehr anregende - Diskussion zum Thema "Nachwachsende Rohstoffe" statt. Besonders die drei Key-Note-Speakers wiesen auf die Bedeutung dieses wichtigen Forschungs- und Wirtschaftszweiges in ihren Statements hin.

+ Hofrat Dipl. Ing. Manfred Wörgetter von der Bundesanstalt für Landtechnik, Wieselburg gab einen Überblick über die diesbezüglichen Forschungsfelder seines Institutes, das auf dem Gebiet der 'Nachwachsenden Rohstoffe'³ in Österreich führend ist.

+ Univ. Prof. Helmut Resch, Leiter des Institutes für Holzforschung der Uni für Bodenkultur zeigte anhand zahlreicher plastischer Beispiele die zunehmende Bedeutung von Holz für -insbesondere - die Bauwirtschaft auf. Gerade Hallenträger, die bisher stets aus Stahl gefertigt werden mußten, können nun aufgrund neuerer Konstruktionsmethoden auch in Holzbauweise mindestens ebensogut ihre Funktion erfüllen.

+ CERE (der einzige überregionale Umwelt- und Energiecluster Österreichs) wurde in seiner Bedeutung für Österreichs Exportwirtschaft von Frau Renate Burian markant dargestellt. Bedeutende Auslandsnachfrager, die ebenfalls am Club-Stammtisch vertreten waren, gingen bereits initiale Gespräche mit CERE ein, so daß mit Sicherheit CERE in diesen Ländern Aufträge für Österreichs Exportwirtschaft im Bereich "Nachwachsende Rohstoffe" an Land ziehen wird.

+ Was sind nun "Nachwachsende Rohstoffe"? In erster Linie für unser Land natürlich Holz von dem in jeder Sekunde in Österreich - so Prof. Resch - ein Festmeter zusätzlich nachwächst. Die Palette reicht von Produkten aus Hanf - etwa Dämmstoffplatten - bis hin zu Joghurtbechern aus Raps, Verpackungen aus Kartoffeln u.v.a.m.

+ Nachwachsende Rohstoffe wie Öle und Fette, Stärke, Zellulose, Zucker und Fasern werden bereits heute in beträchtlichem Umfang eingesetzt. Die Verwendung "Nachwachsender Rohstoffe" bietet eine Reihe von umweltrelevanten Vorteilen, wie etwa Ressourcenschonung, die Einsparung von CO2-Emissionen und die Verwirklichung eines nahezu geschlossenen Stoffkreislaufes. Biotechnologische Methoden - in Österreich verpönt - bieten die Möglichkeit, die klassische Pflanzenzüchtung zu unterstützen und maßgeschneiderte Rohstoffe zu wettbewerbsfähigen Preisen in ausreichender Menge herzustellen. "Nachwachsende Rohstoffe" - so die gestrige Veranstaltung - haben eine große Zukunft vor sich.

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