Vorausmeldung zu News Nr. 42/15.10.98

FPÖ Niederösterreich - News veröffentlicht interne Sitzungsprotokolle - Schimanek seit November 1997 von dramatischen Finanzproblemen informiert - Rosenstingl laut Protokoll: "Journalisten könnten die Verbindung aufgreifen."

Wien (OTS) - Die morgen, Donnerstag, erscheinende Ausgabe von News veröffentlicht umfangreiche Sitzungsprotokolle der Niederösterreichischen FPÖ. Darin ist bereits im Jahr 1997 von massiven Finanzproblemen der FPÖ Wohnbaugesellschaften und der Landespartei die Rede. Auch eine "letzte Mahnung" der "Die BAnK" vom 10. Oktober 1997 findet sich in den Protokollen. Die Mahnung trägt handschriftliche Notizen, laut News offenbar von Landesparteiobmann Hans Jörg Schimanek. Und zwar: "Uher: Bed. Freiheitsstrafe + 1 Mio. Geldstrafe". Und. "Sollte am 30.6.1997 getilgt sein. grundbücherl Sicherst. Parteihaus St. Pölten."

Schon im Herbst 1997 hat Schimanek laut FPÖ-Akten mit Friedrich Blaha, dem Direktor der "Die BAnK", entsprechende Gespräche geführt. "Die BAnK" ist jenes Institut, dem die FPÖ NÖ zuletzt 148 Millionen schuldete und wo Peter Rosenstingl und Bernhard Gratzer 10 Millionen Kredit für den FP-NÖ-Klub aufgenommen hatten.

In einem weiteren Protokoll vom 24. Oktober 1997 wird die Situation der Wohnbaugesellschaften und der Rosenstingl-Firma "Holiday Home" erläutert. Laut Protokoll wird dem Geschäftsführer Uher vorgeschlagen, sich von seinen Gesellschaftsanteilen zu trennen. Das Protokoll im O-Ton: "Internes Angebot gibt es - Freies Wohnen und Freie Zukunft." und : "Ev. rasch nach der Lt-Wahl" würde Uher die Anteile wieder zurückbekommen. Einwand von Peter Rosenstingl laut Protokoll: "Journalisten könnten die Verbindung natürlich trotzdem aufgreifen."

Aus einem weiteren Protokoll vom 9. Dezember 1997 geht hervor, daß die Probleme der Holiday Home auch mit Bundesparteiobmann Haider diskutiert wurden. Das Protokoll vermerkt: "Schreiner: LV-Sitzung bei Haider - Causa Holiday Home."

In den von News veröffentlichten Unterlagen finden sich auch vom RFW produzierte, meist anonyme, Leserbriefe. Etwa über die öffentliche Kritik von Landeshauptmann Erwin Pröll am Pfarrer Van Dam. Der Leserbrief an die Kronen Zeitung beginnt: "Menschlich tief enttäuscht wurde ich vom Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll...". Namentlich gezeichnet ist der Brief nicht, denn, so die Begründung in dem Schreiben: "Da Sie jetzt selbst sehen konnten, wie Dr. Pröll agiert, habe ich Angst um meinen Beruf und meine Familie..."

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