Liberale kritisieren Wiener Frauenpolitik: Geld für Medienkampagne statt Geld für die Frauen

Bolena: "Von Gewalt betroffene Frauen brauchen keine PR, sondern wirkliche Hilfe"

Wien (OTS) Die um 8 Millionen Schilling geplante Kampagne der MA 57 "Sich wohl fühlen in Wien" kritisierte heute Alexandra Bolena, Frauen- und Sozialsprecherin des Liberalen Forums Wien. "Wieder einmal werden Millionenbeträge für eine PR-Kampagne verwendet. Gleichzeitig gehen viele engagierte Initiativen, die tatsächlichen konkrete Projekte und Hilfe für Frauen anbieten, aber immer wieder leer aus, weil angeblich kein Geld da ist", kritisierte Bolena.

Der 24 Stunden Notruf für Frauen und die Frauenhäuser seien überaus wichtige Einrichtungen in der Stadt, die auch genützt und in Anspruch genommen werden, meinte Bolena. Information sei gut und notwendig, eine teure Medienkampagne für die Bewerbung der MA 57, die aus den Verstärkungsmitteln finanziert werden soll, halte sie aber für überflüssig. "Viele Frauen fühlen sich durch täglich erlebte Gewalt nicht wohl. Diesen Frauen bringt PR nichts, die brauchen wirkliche Hilfe", so die liberale Frauensprecherin. Die Liberalen würden das Geld lieber für eine stärkere Förderung von mehr privaten und kleineren Projekten verwendet wissen, betonte Bolena.

8 Millionen auszugeben, ohne auch nur einer einzigen Frau wirklich geholfen zu haben, sei ein Schlag ins Gesicht der Frauen und auch jener Vereine, die oft ohne Fördermittel, mit ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen ihr Überleben fristen und unter großen Schwierigkeiten trotzdem vielen Frauen Hilfestellungen bieten können, meinte Bolena abschließend.

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