In Krems, Cambridge und Neapel zum "Master of Advanced Studies in Clinical Embryology"

Wien (OTS) - Vorreiterrolle für Österreich: der erste große internationale postgraduale Universitätslehrgang für Klinische Embryologie findet an der Donau-Universität in Krems statt.

An der Abteilung für Umwelt- und Medizinische Wissenschaften der Donau-Universität Krems wird am 18. Oktober 1998 der erste postgraduale Universitätslehrgang für Klinische Embryologie eröffnet. Dieser zweijährige Lehrgang, der in englischer Sprache angeboten wird, wurde von "Alpha-Wissenschaftlern" initiiert, um eine wissenschaftlich fundierte Weiterbildung im Bereich der Reproduktionsmedizin zu gewährleisten.

"Alpha" nennt sich eine Gesellschaft, die 1994 von einer Gruppe von Reproduktionsmedizinern aus Europa, USA, Kanada und Australien gegründet wurde. Ziele dieser Gruppe sind u.a. die Einführung internationaler Standards (Good Clinical Practice) und auch die gehobene Aus- und Weiterbildung in diesem Bereich der Medizin.

Hervorgegangen ist dieser Lehrgang aus der langjährigen Kooperation von Dr. Gunter Schultes, Primarius im Krankenhaus Hollabrunn und Leiter dieses Lehrgangs an der Donau-Universität Krems, mit der renommierten Bourn Hall Clinic in Cambridge und der Clinica Villa Del Sole mit Alpha-International School in Neapel, in denen auch Teile des Lehrgangs stattfinden werden.

"Es freut uns, diesen Universitätslehrgang, der neue, zukunftsweisende Fachgebiete der Medizin erschließt, hier an unserer Abteilung an der Donau-Universität Krems anbieten zu können", meint INFA-Prof. Doz. Dr. Dieter Falkenhagen, Leiter der Abteilung für Umwelt- und Medizinische Wissenschaften und auch Vorsitzender des Kollegiums der Donau-Universität Krems.

Der Lehrgang besteht aus 11 Modulen, die in ein- bis zweiwöchigen Blöcken an den verschiedenen Orten durchgeführt werden. Die Themen des Lehrgangs reichen von Zellbiologie, Gameten-Interaktion, Endokrinologie, Fertilisation und Embryogenese, Gewebekultur, Mikromanipulation und Kryotechniken, Molekulargenetik bis hin zu gesetzlichen und ethischen Fragestellungen. Gelehrt wird in Kleingruppen, in denen eine wirklich individuelle Betreuung der Studierenden möglich ist. Die Teilnehmerzahl ist auf 15 Studenten beschränkt. Der Unterricht besteht aus praktischen und theoretischen Teilen, in denen vor allem auf die praktische Anwendbarkeit des Gelehrten großer Wert gelegt wird.

Die Vortragenden für diesen Lehrgang kommen aus 17 verschiedenen Ländern der Welt und sind ausgewiesene Experten in ihrem jeweiligen Fachgebiet. Ebenso international sind auch die Studenten, die daran teilnehmen: sie stammen aus Österreich, Deutschland, Italien, Griechenland, Polen, Slowenien, Kanada und den USA.

Der Lehrgang wird im April 2000 nach der Annahme einer Master's-Thesis mit dem akademischen Grad eines "Master of Advanced Studies (in Clinical Embryology)" abschließen. Die Studiengebühr beträgt ATS 120.000,- für den Gesamtlehrgang, es können jedoch auch Einzelmodule zu je ATS 14.000,- von Interessierten besucht werden. Die nicht unbeträchtlichen Kosten des sehr praxisorientierten Lehrgangs werden zu rund 60 % durch die Studiengebühren und zu rund 40 % durch Sponsorgelder gedeckt.

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