Wirtschaft begrüßt AMS-Entscheidung für Vorlehre

Rasche Information der Betriebe und Jugendlichen notwendig

Wien (PWK) - "Die Vorlehre ist eine österreichische Pioniertat,
die gerade bei der Europäischen Kommission große Aufmerksamkeit erregt hat", betont Georg Piskaty, Leiter der Gruppe Bildungspolitik in der Wirtschaftskammer Österreich. Es handelt sich um ein Instrument, um gerade den schwächsten Jugendlichen Chancen zu bieten, die mit bisherigen Ausbildungsmaßnahmen nicht erreicht werden konnten. "Die Vorlehre ist aber auch ein Experiment, das der Unterstützung aller Beteiligten (Betriebe, AMS, Berufsschulen) bedarf. Nur dann wird sich diese österreichische Pioniertat im Interesse der Jugendlichen durchsetzen können", so Piskaty. ****

Gestern konnte im Arbeitsmarktservice Österreich Einigung über die laut Berufsausbildungsgesetz notwendige AMS-Richtlinie zur Vorlehre erzielt werden. Damit gibt es in Österreich erstmalig für lern- und leistungsschwache Jugendliche die Chance einer betrieblichen Berufsbildung vor der Lehre, die bei Erfolg und Eignung auch einen lückenlosen Übergang in das Lehrlingssystem und damit alle Chancen für die spätere Berufstätigkeit eröffnet.

Im Rahmen einer Vorlehre werden, so das Berufsausbildungsgesetz, die Inhalte des ersten Lehrjahres eines Lehrberufes in höchstens zwei Jahren vermittelt. Damit haben Jugendliche mehr Zeit, unterstützt durch einen speziellen Berufsschulunterricht, die Basisinhalte bestehender Lehrberufe zu erlernen. Die Vorlehre steht Jugendlichen unter 19 Jahren offen, die entweder keinen positiven Hauptschulabschluß aufweisen oder ihre Schulpflicht in einer Sonderschule absolvierten.

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BW-Abteilung
Tel.: 50105/4072Dr. Georg Piskaty

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