Koczur: Umwelt- und Sozialdumping bei EU-Erweiterung vermeiden

Besondere Anstrengungen für die Anpassung der sozial- und arbeitsrechtlichen Bestimmungen

St. Pölten (SPI) - "Die EU-Erweiterung ist sicher kein Sonntagsspaziergang. Es ist jedenfalls klar, daß beide Seiten - also die Beitrittswerber, aber auch die Länder der Union - entsprechende Übergangsfristen brauchen. Die in der Union geltenden Mindeststandards müssen von den Beitrittskandidaten übernommen werden. Dazu muß die soziale und arbeitsrechtliche Situation der Arbeitnehmer in den Beitrittsländern verbessert werden - eine Migrationsflut muß auf jeden Fall verhindert werden", stellt der Klubobmann der NÖ Sozialdemokraten, Abg. Anton Koczur, heute fest.****

Wir dürfen uns von Beginn des Erweiterungsprozesses an nicht nur an wirtschaftlichen Daten orientieren - denn sonst droht in vielen Bereichen Sozial- und Umweltdumping. Viel wichtiger ist die menschliche Dimension der Erweiterung - die Menschen jenseits der Grenzen setzen viele Hoffnungen in einen EU-Beitritt, viele Menschen diesseits der Grenze haben einfach Angst vor sozialen und wirtschaftlichen Verschlechterungen in ihrem unmittelbaren Lebensumfeld. "Bund, Land NÖ und die Europäische Union müssen für die Gestaltung des wirtschaftlichen Umfeldes viel investieren -allerdings genau so viele Anstrengen wird es bedeuten, das sozial-und arbeitsrechtliche Umfeld in den Beitrittsländern entsprechend anzupassen. Hier kommt Niederösterreich als unmittelbares Nachbarland und damit mit seinen Kontakten in den grenznahen Regionen eine besondere Bedeutung zu", so Koczur abschließend.
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