Pensionsvorsorge statt Abfertigung: kostengünstig und berechenbar

Soziales gerechtes neues Modell senkt Lohnnebenkosten - Ent- lastung bei Insolvenzfonds-Aliquotierung des Jahresurlaubs

Wien (PWK) - Zufrieden zeigt sich WKÖ-Präsident Leo Maderthaner mit dem von ÖVP-Parteiobmann Vizekanzler Wolfgang Schüssel anläßlich des bei der Telfser Klubklausur verkündeten Konsens zwischen ÖAAB und Wirtschaftsbund: "Das neue zukunftsorientierte Pensionsvorsorgemodell ersetzt endlich unser bisheriges veraltetes Abfertigungssystem. Es ist uns gelungen, ein sozial gerechtes neues Vorsorgemodell zu präsentieren, das zeitgemäß, kostengünstig und berechenbar ist. Das nützt den Interessen der Wirtschaft, tastet bestehende Abfertigungsansprüche nicht an und baut gleichzeitig kontinuierlich neue Ansprüche auf eine zusätzliche Altersversorgung der Arbeitnehmer auf." ****

Ebenfalls vereinbart wurde eine lohnnebenkostensenkende Entlastung bei den Beiträgen zum Insolvenzentgeltsicherungsfonds. Außerdem wurde vereinbart, daß eine langjährige Forderung der österreichischen Wirtschaft endlich erfüllt wird: Die Aliquotierung des Jahresurlaubsanspruches. "Ab Jänner 2000 soll es endlich nicht mehr möglich sein, mit einem Arbeitstag pro Jahr einen Urlaubsanspruch von 5-6 Wochen zu erwerben", sagte Maderthaner.

Auf spezielle Verhältnisse bei den Saisonbetrieben (vor allem Bau und Tourismus) wird im Reformmodell Rücksicht genommen. Das erste Jahr bleibt einzahlungsfrei, was die Saisonbetriebe nicht belastet. Außerdem wurde sichergestellt, daß bei Selbstkündigung durch einen Arbeitnehmer keine Barauszahlung erfolgt und damit ein Betriebswechsel nicht belohnt wird. Zudem wird es attraktiver als bisher, ältere Arbeitnehmer zu behalten, weil die Einzahlungen in die Pensionskasse nach 25 Beschäftigungsjahren enden. "Das ist ein wichtiger Schritt zur dauerhaften Beschäftigung auch älterer Arbeitnehmer", betonte WKÖ-Präsident Leo Maderthaner abschließend. (Schluß) HV

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