Zivilcourage: Als wichtiges Thema erkannt!

Wien (OTS) - Am Wochenende ging die erste österreichische Zivilcourage-Woche zu Ende. Thematisiert wurden während der einwöchigen Kampagne fremdenfeindliche Übergriffe, Belästigungen von Frauen, Hilfsbedürftigkeit von SeniorInnen und Gewalttaten, die fast immer von PassantInnen bemerkt werden. Trotzdem es meist Zeugen gibt, ist selten jemand da, der hilft, Hilfe holt oder sich um das Opfer kümmert.

Die Aktionen der Zivilcourage-Woche informierten über Möglichkeiten, wie jeder und jede leicht und ohne sich in Gefahr zu bringen, Mitmenschen, die im öffentlichen Raum in eine Notlage geraten, helfen und beistehen kann. Es wurden in 5 österreichischen Städten im Rahmen von Straßenveranstaltungen und Informationskampagnen circa 15.000 Menschen direkt erreicht und informiert. Die Initiative zur Sensibilisierung der Bevölkerung wurde von der Anti-Rassismus-Hotline 17 600 17 ins Leben gerufen.

Johanna Landgrebe, Leiterin der Anti-Rassismus-Hotline von Helping Hands, zieht Bilanz: Zur Zivilcourage-Woche wurde von Helping Hands aufgerufen, weil ein deutlicher Mangel an Verantwortungsgefühl für Mitmenschen und eine skandalöse Tendenz zum Wegschauen besteht. Viele Menschen schauen weg, wenn sie merken, hier läuft etwas schief - und denken, sich so aus der Affäre gezogen zu haben. Tatsächlich macht sich jeder als passiver Zuschauer mitschuldig.

Das Team und die über 100 freiwilligen HelferInnen wurden von den starken positiven Reaktionen der PassantInnen auf die Initiative überrascht. Die Botschaft, daß zivilcouragiertes Handeln notwnedig und wichtig ist, wurde enthusiastisch bekräftigt.

Johanna Landgrebe erzählt über die Erfahrungen während der Woche:
Das Interessante war, daß wir quer durch Bildungs- und Altersschichten positives Echo erhalten haben, daß sich alle von diesem Aufruf zur Zivilcourage angesprochen fühlen.

Rückfragen & Kontakt:

Anti-Rassismus-Hotline
Tel.: (01) 17 600 17

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