Begriff Kulturlandschaft wird definiert

Gehrer, Prokop: Denkmalpflege steuerlich entlasten

St.Pölten (NLK) - Am Beispiel Wachau soll der Begriff "Kulturlandschaft" definiert und analysiert werden: Bundesministerin Dr. Elisabeth Gehrer und Landeshauptmannstellvertreterin Liese Prokop eröffneten heute vormittag im Stift Dürnstein das Internationale Symposion "Denkmal - Ensemble - Kulturlandschaft" das noch bis 15. Oktober stattfindet und anläßlich der österreichischen EU-Präsidentschaft vom Bundesministerium für Unterricht und Kulturelle Angelegenheiten, dem Bundesdenkmalamt und dem Land Niederösterreich veranstaltet wird. Ziel ist, Bewertungskriterien für Kulturlandschaften methodisch zu erarbeiten und einen Maßnahmenkatalog für die Bewahrung zu erstellen. Die Wachau wurde als Tagungsort aufgrund ihrer Einzigartigkeit in Geschichte, Kultur und Landschaft ausgewählt. Die Wachau soll außerdem bis 30. Juni 1999 zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt werden. "Der Begriff Kulturlandschaft ist von den verschiedenen Fachbereichen wie Geographie oder Raumordnung jeweils mit einer anderen Bedeutung besetzt", erläuterte Gehrer. Sie regte an, alle denkmalgeschützten Objekte zu katalogisieren. Nicht zu vergessen sei die wirtschaftliche Bedeutung eines Kulturerbes da sich dies auf den Tourismus positiv auswirke. Im neuen europäischen Kulturprogramm "Kultur 2000" sei die Pflege des kulturellen Erbes ein besonderer Schwerpunkt. Gehrer und Prokop traten dafür ein, in Europa die Denkmalpflege steuerlich zu entlasten. Die Sinnhaftigkeit zeige sich am Beispiel der Renovierung des Stiftes Dürnstein: Die Gesamtkosten hätten sich auf 60 Millionen Schilling belaufen, wovon alleine 10 Millionen Schilling die Mehrwertsteuer ausgemacht habe. Prokop sieht es als Aufgabe der Österreichischen Präsidentschaft Schwerpunkte zu setzen. "Das Symposion wird sicher wichtige Impulse für die Kultur- und Denkmalpflege bringen", meinte Prokop.

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