Neuerlicher Rekord im Handel mit Bulgarien

68 Prozent Exportanstieg im ersten Halbjahr - WKÖ-Präsident Maderthaner im November nach Sofia

PWK (Wien) - Rekordwerte im Handel mit Bulgarien meldet Handelsdelegierter Günter Wurzer aus Sofia. Die österreichischen Exporte, die schon im Vorjahr dank einer Steigerung von 25 Prozent den bisherigen Höchstwert von 1,8 Mrd S erreicht hatten, legten im ersten Halbjahr 1998 um weitere 68 Prozent zu. Bei den Importen (1997: knapp eine Mrd S) betrug der Zuwachs 42 Prozent. Auf das Gesamtjahr hochgerechnet, seien die besten Ergebnisse seit der Wende zu erwarten. Erfreulich sei, daß die Exportsteigerungen alle Warengruppen betreffen und nicht nur auf einzelne Großprojekte zurückzuführen sind, so Wurzer. Bei den Einfuhren sei eine deutliche Zunahme der Lohnfertigungen feststellbar. ****

Auf die österreichischen Investitionen in Bulgarien hat die kräftige Expansion des Handels offenbar jedoch keine Auwirkung, bedauert Wurzer. Österreich liege hier allerdings im internationalen Trend. Bei den österreichisch-bulgarischen Kooperationen handle es sich zwar um volumensmäßig eher kleinere, aber für die bulgarische Wirtschaft sehr wichtige Vorhaben - etwa in den Bereichen Wasserwirtschaft (Pilotprojekt Sofia) oder der Wirtschaftsausbildung. WKÖ-Präsident Maderthaner wird am 2. November in Sofia ein "WIFI Bulgarien" eröffnen.

Der bulgarischen Regierung sind bei der Sanierung der Wirtschaft durchschlagende Erfolge gelungen, erklärt Wurzer. Preise, Löhne und Währung konnten weitgehend stabilisiert werden. Die Bindung des Lev an die Deutsche Mark habe die bulgarische Währung so weit gefestigt, daß an die Einführung eines neuen Lev im Wert von einer DM ab Mitte 1999 gedacht werde.

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Dr. Sepp Dabringer

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