Studie: Durch Kultur zu Schlüsselqualifikationen

Wien (OTS) Durch die aktive Beschäftigung mit Kultur und durch kulturelle Projektarbeiten werden Schlüsselqualifikationen bei Lehrlingen gefördert. Das ist ein Hauptergebnis einer Studie im Rahmen der Projektreihe "Das Nützliche und das Fremde", die das Büro für Kulturvermittlung in Auftrag gegeben hat. Kommunikations-oder Problemlösungsfähigkeit und Kreativität werden laut Studie dabei ebenso geschult wie Konzentrationsfähigkeit, Beharrlichkeit in der Aufgabenbewältigung und Gestaltungswille, der Umgang mit neuer Information oder die Präsentationsfähigkeit. Für die Studie wurden in teilnehmender Beobachtung drei verschiedene je
dreitägige Abläufe der Projektreihe evaluiert, an denen 65 Lehrlinge beteiligt waren. Diskussionsrunden und Interviews mit insgesamt 35 Lehrlingen ergänzten die Untersuchung des Instituts für Erziehungswissenschaft und Bildungsforschung der Universität Klagenfurt. ****

"Wir brauchen heute junge Menschen, die Probleme positiv als Herausforderung erkennen und kreative Lösungen dafür finden können. Dazu benötigen sie wache Sinne, Kritikfähigkeit und Offenheit, aber vor allem die Bereitschaft, sich neugierig auf vorerst 'Fremdes' einzulassen: die Fähigkeit zur Kommunikation",
so Unterrichtsministerin Elisabeth Gehrer.

Laut Studie können Schlüsselerfahrungen im Projekt auch eine deutliche Veränderung bei der Bewertung moderner bildender Kunst bewirken. Vorurteile können durch aktive Annäherung und Erfahrungsaustausch zwischen Lehrlingen, Kulturschaffenden und – vermittlern abgebaut werden.

Mit der Projektreihe "Das Nützliche und das Fremde" hat das Unterrichtsministerium in den letzten Jahren österreichweit rund 110 Einzelprojekte zur Kultur und Kommunikation im Rahmen der Lehrlingsausbildung gefördert. Das Büro für Kulturvermittlung hat diese Projektreihe speziell für das duale Ausbildungssystem entwickelt. Das Angebot reicht dabei von der Auseinandersetzung
mit bilden-der Kunst im Museum über die Arbeit mit Musikern im Tonstudio, bis zu Drama und Theater oder der Produktion von
Filmen, Videos, Radiosendungen, Zeitungen und wird ständig erweitert.
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Mag. Elisabeth Halvax,
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