Eröffnung des neugestalteten Kirchenplatzes, der Marktstube und des Marktkellers in Eisgarn

Landeshauptmann Pröll: Für- und miteinander gestalten

(nlk) - Bei der heutigen Eröffnung des neugestalteten Kirchenplatzes, der Marktstube und des Marktkellers in der Waldviertler Gemeinde Eisgarn sagte Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll in einer Zeit der Hektik und Raschlebigkeit gehe man nur allzu oft achtlos aneinander vorbei. Deshalb mache es umso mehr Sinn, einen Platz wie diesen zu gestalten und sich der Symbolik einer derartigen Fläche bewußt zu werden. Der Kirchenplatz in Eisgarn ist nicht nur geographischer Mittelpunkt, sondern Zentrum für geistige und körperliche Begegnung und symbolisiere den Wert der Begegnung in einer technisierten Welt. Er möge dazu dienen, miteinander zu reden, auch unterschiedliche Meinungen zu wechseln und für- und miteinander zu gestalten. Die Marktstube stehe dafür, daß die Gemeinde praktizierte Bürgernähe umsetze und sich so einen Blick für die Narben und Chancen der Zeit bewahrt habe. Der Keller unterhalb der Marktstube soll als Heimstätte der Jugend dienen und damit als Signal, daß sie mit ihren Sorgen und Problemen nicht alleine ist und daß sie gefördert und gefordert wird. Die Gesamtkosten für alle Bauwerke beliefen sich auf 1,2 Millionen Schilling. Der Landeshauptmann erhielt in Anerkennung seiner Hilfe das goldene Wappen der Marktgemeinde Eisgarn

Im Anschluß daran fand eine Arbeitssitzung des Hilfskomitees zur Renovierung des Stiftes Eisgarn, des kleinsten Stiftes Österreichs, statt. Dieses Juwel für die nächste Generation zu retten sei ein Signal, daß Niederösterreich ein christliches und katholisches Land sei, das sich zudem der Verantwortung gegenüber dem Erbe der Vorfahren bewußt und willens sei, die Heimat so zu gestalten, daß sich die Menschen hier zuhause und wohlfühlen können, so der Landeshauptmann. Die letzte Renovierung des Stiftes fand 1932 statt, die bauliche Inneninstandsetzung ist zu 99 Prozent vollendet und belief sich auf rund 5,5 Millionen Schilling. Für Inneneinrichtung und Außenrenovierung sind nochmals 4,5 zu erwarten, sodaß sich der gesamte Finanzierungsplan auf 10 Millionen Schilling beläuft. 4 Millionen davon stellt das Land Niederösterreich, beginnend mit dem Jahr 1998 zur Verfügung. Im Herbst 1999 sollen die Arbeiten abgeschlossen sein.

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