Auer: Schwarz-Blauer Schulterschluß in der Familienpolitik läßt nach den Nationalratswahlen Schlimmes befürchten

Plant VP-FP-Koalition die Einführung eines Kinderbetreuungsschecks?

St. Pölten, (SPI) - "Schwarze und Blaue dürften doch politisch nicht so weit auseinandergerückt sein, wie dies die medienwirksamen, aber doch inszeniert wirkenden Schlagabtäusche in Niederösterreich vermuten lassen. So zeigen sich in der Familienpolitik doch ideologische Gemeinsamkeiten, die auch auf die Zeit nach den Nationalratswahlen Auswirkungen haben könnten", kommentiert heute SP-NÖ-Sozialsprecherin und designierte NÖ Frauenvorsitzende Helene Auer die Ankündigung von FP-Bundesobmann Jörg Haider in Kärnten einen Kinderbetreuungsscheck einzuführen. Auch in Niederösterreich treten die Freiheitlichen wie auch die ÖVP für die Einführung eines Kinderbetreuungsschecks ein.****

Den VP-FP-Intentionen zu Folge soll die Kinderbetreuung durch den Kinderbetreuungsscheck privatisiert und die öffentlichen Kinderbetreuungseinrichtungen ausgehungert werden. Damit könnte in Sachen Kinderbetreuung eine neue "Goldgräberstimmung" aufkommen. Private Einrichtungen würden aus reinem Gewinnstreben Leistungen anbieten, die weit unter den Qualitätskriterien der Betreuung in öffentlichen Kinderbetreuungseinrichtungen liegen. Sämtliche öffentliche Gelder würden in die Finanzierung dieses Schecks gesteckt werden, viele andere Unterstützungen - wie beispielsweise das Karenzgeld und die Sondernotstandshilfe - würden abgeschafft. Andere wichtige Maßnahmen, wie die Schaffung von zusätzlichen Kinderbetreuungseinrichtungen, Wiedereinstiegshilfen für Frauen in den Beruf und die Finanzierung weiterer familienpolitischer Leistungen würden auf der Strecke bleiben. "Dieser Scheck ist nichts anderes als eine große Falle! Nun wissen wir auch, was die Frauen von einer ÖVP-FPÖ-Koalition zu erwarten haben", so Auer abschließend. (Schluß) fa

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