Salzburger Tourismus-Know-how ist ein "Exportschlager"

Ausbildung in den Salzburger Tourismusschulen ist weltweit gefragt - Schülerhöchststand im Schuljahr 1998/99

Salzburg (OTS) - Die Ausbildung in den Salzburger
Tourismusschulen ist weltweit anerkannt und begehrt, wie einige Beispiele zeigen: Im heurigen Schuljahr erhalten mehr Schüler denn je fundiertes Wissen in den berufsbildenden Ausbildungsstätten in Salzburg-Kleßheim, Bad Hofgastein und Bischofshofen. Vor wenigen Tagen hat bereits der 34. ITH-Lehrgang mit 47 Studenten begonnen.
In der acht Monate dauernden Schulung werden in Kleßheim Touristiker aus weniger entwickelten Fremdenverkehrsländern ausgebildet. Und schließlich zeigt vor allem auch das "Indonesien-Projekt", wie sehr die Salzburger Ausbildung international geschätzt wird.

Schülerzahlen erreichten heuer neuen Rekord

So viele Schüler wie heuer hatten die Salzburger Tourismusschulen in Kleßheim, Bad Hofgastein und Bischofshofen noch nie. Insgesamt besuchen derzeit 1138 in- und ausländische Schüler - das sind um 83 mehr als im Schuljahr 1997/98 - die drei- und fünfjährigen Hotelfachschulen, die Kollegs sowie die Skihotelfachschule.

In Kleßheim erhöhte sich die Gesamtschülerzahl um 48 auf 646, in Bad Hofgastein besuchen insgesamt 293 junge Menschen die Schule (+ 44). Sehr erfreulich entwickelt sich auch die Skihotelfachschule.
13 Burschen und fünf Mädchen haben im September mit der Skihotelfachschule begonnen. Im kommenden Jahr werden hingegen elf Sportler ihre schulische Ausbildung beenden und damit die ersten Absolventen dieses neuen Bad Hofgasteiner Schultyps sein.
Insgesamt besuchen derzeit 62 junge Skifahrer die Skihotelfachschule. In Bischofshofen werden derzeit 199 Schüler unterrichtet.

Den international hervorragenden Ruf der Salzburger
Tourismusschulen zeigt auch ein Blick auf die Herkunftsländer der Schüler: Neben allen österreichischen Bundesländern sind vor allem Schüler aus den meisten EU-Ländern und dem restlichen Europa stark vertreten. Daneben erhalten aber auch junge Menschen unter anderem aus den USA, Indien, der Dominikanischen Republik oder Australien hier ihre touristische Ausbildung.

ITH-Lehrgang findet schon zum 34. Mal statt

Die internationale Kompetenz der Salzburger Tourismusschulen wird auch mit dem Institute of Tourism and Hotelmanagement (ITH) unterstrichen.

Seit Anfang Oktober studieren 47 Touristiker aus aller Welt in Kleßheim. Es ist ein buntes Völkergemisch, das aus 32 Nationen besteht: Das stärkste Kontingent stellen die 26 Afrikaner. Sie kommen aus Uganda (4), Zimbabwe (2), Südafrika (1), Namibia (2), Kenia (2), Gambia (2), Tansania (3), Ägypten (1), Äthiopien (2), Zambia (2), Lesotho (1), Ghana (1), Kap Verde (1), Malawi (1) und den Malediven (1). Aus Asien stammen zwölf Studenten: Ihre Heimatländer sind Nepal (3), Indien, Bangladesh (2), Pakistan, Singapur, China, Laos, Thailand und Indonesien. Der Nahe Osten ist durch einen Studenten aus Palästina vertreten. Mittel- und Südamerika sind durch je einen Studenten aus Trinidad, Guatemala, Argentinien, Kolumbien, Kuba und Mexiko sowie durch zwei Studenten aus Nicaragua vertreten.

ITH bietet "Hilfe zur Selbsthilfe"

Im ITH erhalten die Studenten eine praxisbezogene Ausbildung, die sie dann in ihrer Heimat eins zu eins umsetzen können. "Österreich zählt zu den höchst entwickelten Tourismusländern der Welt. Ich sehe es auch als moralische Aufgabe der Salzburger
Tourismusschulen, dieses Wissen weiterzugeben, um den so wichtigen Wirtschaftszweig Tourismus aufzubauen", so WK-Direktor und Vorsitzender des Vereines Salzburger Tourismusschulen, Dr.
Wolfgang Gmachl.

Wie beliebt und bekannt das ITH ist, zeigt wohl die Tatsache, daß der Lehrgang schon zum 34. Mal in ununterbrochener Reihenfolge stattfindet und die Nachfrage ungebrochen ist bzw. sich auch hier die Zahl der Studenten leicht erhöhte: Im vergangenen Schuljahr kamen 44 Studenten, heuer sind es 47.

Die Bilanz des ITH ist beachtlich: Seit dem ersten Lehrgang haben mehr als 2000 ITH-Studenten ihr Wissen in ihrer Heimat in ihrem Beruf eingesetzt bzw. das Erlernte weitergegeben. Nicht zu
vergessen ist auch der enorme - unbezahlte - Werbeeffekt durch die "Botschafter Österreichs".

Ein Schulprojekt der besonderen Art

Ende August wurde das größte Ausbildungsprojekt einer österreichischen Schule im Ausland unterzeichnet: Vertragspartner sind die Voest Alpine Industrial Services (VAIS), ein Tochterunternehmen der Voest Alpine Industrieanlagenbau, und der Verein Salzburger Tourismusschulen.

Bei diesem Projekt errichtet und stattet die VAIS in Indonesien 26 Hotelfachschulen aus. Die Ausbildung der rund 1000 Lehrer und Direktoren übernehmen die Salzburger Tourismusschulen in Kleßheim, Bad Hofgastein und Bischofshofen sowie das WIFI der Wirtschaftskammer Salzburg. Die Leitung des Ausbildungsprogramms wurde dem Direktor der Tourismusschule Bischofshofen, Walter Maschkan, übertragen.

Richtigen Weg schon vor mehr als 50 Jahren eingeschlagen

Für Dr. Gmachl hat die Vereinbarung viele Facetten. "Daß die Salzburger Tourismusschulen als Ausbilder gewählt wurden, beweist, daß unsere Ausbildung international anerkannt wird. Es zeigt sich, wie richtig der Weg ist, den wir schon vor mehr als 50 Jahren eingeschlagen haben. Mit unserem langjährigen Know-how helfen wir der indonesischen Tourismuswirtschaft - vor allem der gehobenen Gastronomie und Hotellerie -, ihre Qualität zu erhöhen."

Dr. Gmachl: "Wir können auf die Anforderungen aus der Wirtschaft schnell reagieren, weil wir den Spielraum als Privatschule nutzen und immer bereit sind Neuheiten in den Unterrichtsplan einzubauen. Das haben wir bei der Skihotelfachschule ebenso bewiesen wie auch bei der Einführung der Berufsreifeprüfung im WIFI."

280 Mill. S stehen für Ausbildung und Ausstattung bereit

Das Projekt "Indonesien" hat auch einen beachtlichen finanziellen Aspekt. Der Liefer- und Leistungsvertrag, den VAIS mit dem indonesischen Unterrichts- und Kulturministerium abgeschlossen
hat, übersteigt 280 Mill. S. Rund 35 Mill. S davon stehen für die Ausbildung der Lehrer zur Verfügung. Die Aufträge für die Ausstattung (Maschinen, Geräte, Installationen) der indonesischen Schulen gehen ausschließlich an österreichische Unternehmen.

26 Direktoren drücken seit Anfang September in Bad Hofgastein die Schulbank. Nach der zweimonatigen Ausbildung in Österreich übernehmen Lehrer der Salzburger Tourismusschulen für etwa ein Jahr eine begleitende Assistenz in Indonesien. Damit möchten die Verantwortlichen gewährleisten, daß der Theorie auch die richtige Praxis folgt.

30 sogenannte "Masterteachers" sind am 6. Oktober nach Salzburg gekommen. Ihre Ausbildung dauert ein Jahr. Dabei werden sie nicht nur die Salzburger Tourismusschulstandorte kennenlernen, sondern
von Ende Dezember bis Ende März ein Praktikum in Hotel- und Gastronomiebetrieben absolvieren und auch die VAIS besuchen. Ihr Wissen wollen sie in Fachbüchern (Kochen, Ernährungswissenschaften, Getränkekunde, Patisserie, Buchhaltung) festhalten, die dann ihren Schülern in Indonesien zugute kommen.

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