FP-Rosenkranz: Freiheitliche setzen familienpolitischen Schwerpunkt

Hauptaugenmerk gilt Umsetzung des Kinderbetreuungsschecks

St. Pölten OTS – Mit drei Resolutionsanträgen zum Jugendwohlfahrtsgesetz setzen die Freiheitlichen in der ersten Landtagssitzung nach der Sommerpause einen familienpolitischen Schwerpunkt. Besonderes Augenmerk legt die freiheitliche Sozial- und Familiensprecherin LAbg. Barbara Rosenkranz auf die Einführung eines Karenzgeldes für alle, als Vorstufe zum Kinderbetreuungsscheck. Derzeit haben 7% der Mütter bzw. Väter keinen und 4% der Betroffenen lediglich den halben Karenzgeldanspruch.
Rosenkranz:" Es muß Aufgabe der Familienpolitik sein, auf veränderte Rahmenbedingungen zu reagieren und diesem Mißstand entgegenzuwirken. Ein Karenzgeld für alle Eltern wäre Garant für die Gleichberechtigung und würde außerdem durch den Wegfall des Beschäftigungsverbotes die Vereinbarkeit von Familie und Beruf erleichtern."****

Oberstes Ziel sei es dennoch, den Kinderbetreuungsscheck in die Realität umzusetzen. Demnach könnten Eltern eine finanzielle Unterstützung in Höhe des jetzigen Karenzgeldes erhalten, die sie entweder für die Kosten einer außerhäuslichen Kinderbetreuung oder zum teilweisen Ausgleich des Einkommensverlustes verwenden können, wenn sie sich für die Einschränkung der Berufstätigkeit zugunsten der häuslichen Betreuung entscheiden. Um den Weiterbestand der bestehenden Kinderbetreuungseinrichtungen jedoch zu sichern und gleichzeitig auch die Stellung der Eltern als Kunden, anstatt wie bisher als Bittsteller zu stärken, sollte nur die Hälfte des Schecks in bar ausbezahlt werden. Für die andere Hälfte wäre die Form eines Gutscheins, der nur für den Besuch eines Kindergartens oder einer anderen qualifizierten Kinderbetreuungseinrichtung verwendet werden kann, die beste Lösung. "Die Einführung eines solchen Gutscheins wäre darüber hinaus ein Anreiz zur Schaffung von ausreichenden Kinderbetreuungsplätzen in bisher unterversorgten Gebieten. Auch könnte ein fairer Wettbewerb zwischen öffentlichen und privaten Kindergarteneinrichtungen ermöglicht werden", ist die Landesparteisekretärin überzeugt.

Ein weiteres jahrelanges Anliegen der Freiheitlichen sei die sozialrechtliche Absicherung von Pflegeeltern. Die Pflegeelternschaft hätte sich als geeignetes, weil effektives und kostengünstiges Instrument zur Erziehung elternloser Kinder bewährt. Dennoch mangelt es den meisten Pflegeeltern an einer sozialrechtlichen Absicherung. Rosenkranz:" Lediglich 1% ! der Pflegeeltern erhalten über Vereinskonstruktionen (z.B. Eltern für Kinder) Arbeitnehmerstatus. Schon alleine im Sinne der Kinder muß künftig eine Sozialversicherungsmöglichkeit unabhängig von Vereinsmitgliedschaften ermöglicht werden. Es muß Aufgabe aller Familienpolitiker sein, die Pflegeeltern bei ihrer erzieherischen Tätigkeit zu unterstützen und für Erleichterungen in dem ohnehin zu wenig honorierten Beruf zu sorgen", schloß Rosenkranz.

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