Seilbahnen: Von der Hardware zur Software

Seilbahnwirtschaft setzt noch stärker auf Dienstleistung - Österreichische Seilbahntagung '98 in Innsbruck

pwk - Österreichs Seilbahnen entwickeln sich immer stärker "von der technischen Aufstiegshilfe zum kundenorientierten Dienstleistungsunternehmen". Unter diesem Motto steht auch die Österreichische Seilbahntagung '98, die am 8. und 9. Oktober im Innsbrucker Kongreßhaus über die Bühne geht. "Wir haben eine gut funktionierende Hardware mit einem hohen Sicherheitsniveau. Dies erlaubt uns, den Service- und Kundenbereich noch mehr zu forcieren", erklärte Fachverbandsvorsteher DI Ingo Karl am Donnerstag anläßlich der Kongreßeröffnung. ****

Als Beispiel für die konsequent verfolgte Kundenorientierung nannte Karl die nach langjährigen Verhandlungen erreichte Neufassung der Betriebsvorschriften, die einen flexiblen Einsatz des Personals erlaubt. Ohne Verlust an Sicherheit kann künftig den Kundenwünschen noch besser Rechnung getragen werden.

Wie Karl weiter sagte, hat der Fachverband erreicht, daß der Seilbahnwirtschaft mit 1. Juli d.J. wieder ERP-Mittel zur Verfügung stehen. Es wurde ein Betrag von 300 Millionen Schilling in den touristischen Bereich - zweckgebunden für Seilbahnprojekte -umgewidmet. Mit diesem Fördervolumen können Beschneiungsanlagen, Zusammenschlüsse von Skigebieten sowie Qualitäts- und Komfortverbesserungen, nicht jedoch Neuerschließungen oder Investitionen auf Gletscherskigebieten gefördert werden.

Erfolge zeichnen sich bei der Bekämpfung des offenbar den Gleichheitsgrundsatz verletzenden Energieabgabenvergütungsgesetzes ab. Während für das produzierende Gewerbe bzw. Industrie die Möglichkeit einer Abgaben-Rückvergütung aus Gründen des Wettbewerbs vorgesehen ist, ist das im Dienstleistungsbereich nicht der Fall. Deshalb laufen, so Fachverbandsgeschäftsführer Dr. Erik Wolf, Bemühungen, das Gesetz durch eine Verfassungsbeschwerde zu Fall zu bringen. Für das Musterverfahren vor dem Verfassungsgerichtshof wurde ein Seilbahnunternehmen ausgesucht, dessen Skigebiet an ein ausländisches grenzt, um die Konkurrenzsituation zu verdeutlichen.

Das Umweltforum der Seilbahnwirtschaft hat das Thema "Wald" im Seilbahnbereich aufgegriffen und eine Broschüre unter dem Motto "Der Wald schützt uns - Schützen wir den Wald" aufgelegt. Ziel der Broschüre ist es, das konstruktive Miteinander von Natur und Seilbahnanlagen aufzuzeigen, erklärte der Vorsitzende des Umweltforums, DI Michael Manhart. Dargestellt werden insbesondere auch die Bemühungen der Seilbahnwirtschaft um die Pflege und Erhaltung des Waldes.

Rückfragen & Kontakt:

Dr. Erik Wolf
Tel. 501 05 DW 3165Fachverband der Seilbahnen

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