Causa Kalal-Mekis - Ex-Staatswanwalt Wolfgang Mekis macht Strafanzeige gegen EDOK

Wien (OTS) - - Inhaftierter Türken-"Pate" Celal Bayar schildert angebliches EDOK-komplott =

- Vorausmeldung zu NEWS 41/8.10.1998=

Im morgen erscheinenden Nachrichtenmagazin News
kündigt der frühere Staatsanwalt Wolfgang Mekis, der in der Causa Kalal wegen Verletzung der Amtsverschwiegenheit verurteilt wurde, eine Strafanzeige gegen die EDOK an.

Mekis beruft sich einerseits auf das seinerzeitige Urteil, in dem von "Widersprüchlichkeiten" in den Aussagen der EDOK-Beamten die Rede ist und wirft den Beamten falsche Zeugenaussage vor: "Es wäre die Pflicht der Staatsanwaltschaft, aufgrund der Widersprüche der Falschaussagen vor Gericht, gegen die Beamten rechtliche Schritte einzuleiten." Mekis weiter: "Ich habe zwar vermutet, daß der Edok alle Mittel recht waren, um mich "dranzukriegen". Wenn aber jetzt womöglich ein Mensch nur deshalb lebenslang hinter Gittter muß, weil er mich kannte und nicht bereit war, mit der EDOK gegen mich zu kollaborieren, dann bin ich zufiefst erschüttert." Und: "Ich meine, daß die Einsatzgruppe zur Bekämpfung der organisierten Kriminalität in der Tat sehr viel mit organisierter Kriminalität zu tun hat." Deshalb vermutet der Ex-Staatsanwalt auch Amtsmißbrauch, verbotene Intervention und Überschreitung der gesetzlichen Befugnisse.

In seinem ersten Interview seit seiner Verurteilung zur lebenslagen Haft, erhebt auch der vermeintliche Türken-"pate", Celal Bayar, schwere Vorwürfe gegen die EDOK. Er sei, so Bayar sinngemäß, Opfer eines gezielten Komplotts. Die EDOK hätte ihn zunächst zur Kooperation bei Recherchen gegen Wolfgang Mekis überreden wollen:
"Was passiert ist, war eine furchtbare Familientragödie, die sich die EDOK zunutze machte und gegen mich verwendet hat, weil ich nicht kooperierte. Das Ganze ist ein Rachakte der EDOK, die im Fall von Mekis kläglich gescheitert ist und irgendeinen Erfolg brauchte, um ihre Existenz zu rechtfertigen."

Den Ablauf der Ereignisse schildert Bayar im NEWS-Interview.
Das Interview können Sie bei Breyer telefonisch anfordern.

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