Ex-Unterrichtsminister Erhard Busek zum Streit um die Schule: "Alle Lehrer-Zulagen streichen

Vorausmeldung zu NEWS Nr. 41/8.10.1998

Wien (OTS) - Busek für höhere Grundgehälter der Lehrer, dafür sollen Überstunden und Sonderzahlungen ersatzlos gestrichen werden.

Busek attackiert die Lehrergewerkschaft: "Beschämender Solidaritätsverlust, Gewerkschaft nur noch Inkassoverein"=

In einem Interview mit dem morgen erscheinenden
Nachrichtenmagzin News rechent Ex-Unterrichtsminister Erhard Busek angesichts des Schikurs-Boykotts mit der Lehrergewerkschaft und der verfehlten Einkommenspolitik für Österreichs Pädagogen ab: "Für christliche Gewerkschafter ist es beschämend, wie hier der Begriff der Solidarität verloren geht. Was sie tun, ist direkt gegen andere Gruppen gerichtet". Busek meint damit Kinder aus sozial schwachen Familien, deren Eltern sich keinen Schikurs leisten könnten".

Busek kritisiert weiters die Mentalität der Lehrergewerkschaft:
"Eine Gewerkschaft ist ja nicht nur - wie derzeit - ein Inkassoverein". Da nicht jeder Lehrer brav daheimsitze und den Stoff für die nächsten Tage lerne, sondern "die Nebenerwerbsquote bei den Lehrern besonders hoch" sei laut Busek eine Gagen-Reform und eine modernere Gewerkschaftpolitik unumgänglich: "Ordentliche Grundgehälter, neue Pädagogik Lehrerweiterbildung in Richtung Europäisierung der Schule - und den Rest, die Zulagen, streichen wir komplett",

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