Österreich gewinnt Marktanteile in der Schweiz

1. Halbjahr 1998: Exporte um 9,6 Prozent gestiegen WKÖ-Handelsdelegierter Dix: "Aussichten weiterhin günstig"

PWK - "Die beachtliche Dynamik des Außenhandels der Schweiz hat sich auch positiv auf den bilateralen Warenaustausch mit Österreich ausgewirkt", berichtet Österreichs Handelsdelegierter in Zürich, Erich Dix. Nachdem Österreichs Exporte im Vorjahr um 14,9 Prozent zunahmen, konnten sie im ersten Halbjahr 1998 erneut um 9,6 Prozent auf 18,8 Mrd Schilling gesteigert werden. "Da die schweizerischen Gesamtimporte heuer in den ersten sechs Monaten hingegen nur um 4,5 Prozent zulegten, konnte Österreich somit wieder deutliche Marktanteile gewinnen", freut sich Dix. ****

Unter den wichtigsten Exportgütern hielten sich Industriemaschinen sowie elektrische und elektronische Artikel etwa auf dem Vorjahresniveau, während es bei Metallwaren und Chemikalien zu kräftigen Exportzuwächsen kam. Ebenso stiegen die Lieferungen von Holz und Holzwaren, Papier und Karton sowie von Fahrzeugen an. Eine Belebung des schweizerischen Konsumverhaltens zeigen insbesondere die steigenden Ausfuhren österreichischer Textilien und Bekleidung. "Da die Ausrüstungs-Investitionen in der Schweiz - besonders in der chemischen Industrie und beim Maschinenbau - deutlich zunahmen und ein erheblicher Anteil dieser Investitionsgüter importiert wird, sind auch die weiteren Aussichten für die österreichischen Exporte eher günstig", schätzt Dix.

Die Einfuhren aus der Schweiz nach Österreich stiegen im Vorjahr um 5,5 Prozent, im ersten Halbjahr 1998 um 11,3 Prozent auf 14,6 Mrd Schilling an. An erster Stelle lieferte die Schweiz, wie auch Österreich, Maschinenbauprodukte sowie elektrische und elektronische Maschinen und Apparate. Zuwächse verzeichneten vor allem Chemikalien sowie Metallwaren-Importe. Österreichs positive Handelsbilanz mit der Schweiz konnte im ersten Halbjahr 1998 gegenüber dem Vergleichszeitraum 1997 von 4 Mrd auf 4,2 Mrd Schilling verbessert werden.

"Einen der Schwerpunkte der WKÖ-Außenhandelsstelle Zürich bildet weiterhin das Großprojekt des größten Teilchenbeschleunigers der Welt des 'Large Hadron Collider - LHC' im Forschungszentrum CERN in Genf", weist der Handelsdelegierte hin. Die Ausschreibungen zur Vorbereitung des LHC, an denen auch österreichische Firmen teilnehmen und bereits erste Aufträge erhielten, laufen weiter. Der Betriebsbeginn des LHC ist für 2005 geplant.

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Dr. Ernst Huber

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