AUVA errichtet modernes Akutspital in Klagenfurt

45 Jahre lang leistete "altes" UKH wichtige Dienste

Klagenfurt (OTS) - Rund 4000 stationäre und fast 33.000 ambulante Patienten werden im AUVA-Unfallkrankenhaus Klagenfurt behandelt. Nach fast genau 45jährigem Bestand des Hauses in der Waidmannsdorfer Straße wurde heute (7. Oktober 1998) der Spatenstich für den Um- und Zubau vorgenommen.

1951 wurde mit der Planung und Errichtung des Unfallkrankenhauses in Klagenfurt begonnen, am 4. November 1953 nahm das Haus mit insgesamt 95 Betten seinen Betrieb auf. 1970 erweiterte die Allgemeine Unfallversicherungsanstalt (AUVA) das Krankenhaus um 15 Betten.

3874 stationäre und 32.662 ambulante Patienten wurden im vergangenen Jahr nach modernsten Erkenntnissen der Unfallchirurgie und Intensivmedizin behandelt. Medizinisch-technische Einrichtungen wie Computertomographie und Sonographie, aber auch Labor und Physiotherapie sorgen dafür, daß das UKH seinen Auftrag, Unfallheilbehandlung mit allen geeigneten Mitteln durchzuführen, erfüllen kann. Neben der Hauptaufgabe - Versorgung aller frischen Verletzungen, inklusive Polytraumen, Schädel- und Hirntraumen, Wirbelsäulenverletzungen - wird im UKH vor allem arthroskopische Chirurgie aller Gelenke, Hüft-, Knie- und Schulterprothetik sowie rekonstruktive Hand- und Fußchirurgie betrieben. Die Ambulanz ist rund um die Uhr zur Versorgung Frischverletzter im Einsatz.

Zahlreiche "Alterserscheinungen" - vor allem nicht mehr entsprechende haustechnische Strukturen, Raumknappheit und bautechnische Mängel - machen nun nach 45 Jahren eine umfassende Modernisierung notwendig. Dabei werden auch die Patientenzimmer auf den modernsten Stand gebracht - künftig stehen dann Vier- statt bisher Sechsbettzimmer zur Verfügung. Geplant ist ebenso ein den heutigen Erfordernissen entsprechender Hubschrauberlandeplatz.

Die Kosten für das Projekt werden 330 Millionen Schilling betragen, die Baudauer ist mit 46 Monaten veranschlagt. Während dieser Zeit bleibt der ambulante wie auch der stationäre Spitalsbetrieb vollkommen aufrecht.

Mit dem Um- und Zubau des UKH Klagenfurt leistet die AUVA einen wichtigen Beitrag zur medizinischen Akutversorgung im Süden Österreichs. In den sieben Unfallkrankenhäusern der Allgemeinen Unfallversicherungsanstalt werden österreichweit jährlich mehr als 30.000 Patientinnen und Patienten stationär und 270.000 ambulant betreut. Dafür werden Beiträge im Ausmaß von eineinhalb Milliarden Schilling aufgewendet.

Die Qualität der medizinischen Arbeit ist seit dem Pionier der Unfallchirurgie, Lorenz Böhler, hoch: Mikrochirurgie, Replantationen und Intensivbehandlung retten auch Schwerverletzten das Leben und die Funktion verletzter Körperteile. Umfassende Rehabilitation in drei AUVA-Rehabilitationszentren sichert den Behandlungserfolg.

Facts zum UKH Klagenfurt:

Bettenzahl: 100
Stationäre Patienten: 3874
Stationäre Verpflegstage: 29.723
Ambulante Patienten: 32.662
Ambulante Behandlungstage: 84.395
Bettenauslastung: 81,4 %
Durchschnittliche Verweildauer: 7,7 Tage
Operationen: 4.213
Wundversorgungen: 3.929
(Zahlen: 1997)

Kollegiale Führung:

Ärztlicher Leiter: Prim. Univ.-Prof. Dr. Nikolaus Schwarz Verwaltungsleiter: Arthur Kofler
Pflegedienstleitung: DKS Erika Seeburger

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