ARBÖ: Fair zum Querverkehr

Wien (ARBÖ) - Das undisziplinierte Verhalten von
Fahrzeuglenkern durch Verstellen des Kreuzungsbereiches führt
immer wieder zu noch größeren Staus und noch mehr Ärger und Aggressivität im Straßenverkehr. Der ARBÖ erinnert in diesem Zusammenhang an die Bestimmungen der Straßenverkehrsordnung und appelliert an die Verkehrsteilnehmer, diese auch zu beherzigen.

ARBÖ-Verkehrsjuristin Mag. Renate Göppert: "In der Straßenverkehrsordnung wird klar festgelegt, daß ein an eine Kreuzung herankommender Lenker die Verkehrslage im
Kreuzungsbereich richtig einschätzen und dementsprechend reagieren muß. Erkennt er einen Rückstau, so muß er sein Verhalten danach einrichten." Leider sieht die Praxis dieser Bestimmung in der Realität meist anders aus: Fahrzeuglenker versuchen sich noch schnell über den Kreuzungsbereich hinter die bereits stehende Kolonne zu schwindeln, doch statt des geringen Zeitgewinns
entsteht ein wildes Hupkonzert, weil der Querverkehr durch dieses Fahrzeug nun behindert wird.

Mag. Göppert: "Der Verwaltungsgerichtshof (31.10.1990/ZfVB 1991/4/1639) hat dazu festgestellt, daß die Bestimmung der Straßenverkehrsordnung einen sich einer Kreuzung nähernden Fahrzeuglenker verpflichtet, sich schon vor Erreichen der Kreuzung davon zu vergewissern, daß er diese zur Gänze überqueren können werde, d.h. daß ein allfälliges Anhalten erst nach Verlassen der Kreuzung mit der gesamten Fahrzeuglänge (samt Anhänger) erfolgen werde."

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