PLATTFORM: "GEWALTFREIES NIEDERÖSTERREICH" NIMMT ARBEIT AUF

Votruba: Gewaltlosigkeit muß gesellschaftsfähig werden

St. Pölten (SPI) Am 07. Oktober wurde im Rahmen einer Pressekonferenz im St. Pöltener Landhaus die Plattform: "Gewaltfreies Nieder-österreich" mit ihren ersten Gründungsmitgliedern vorgestellt. "Nicht die Gewalt, sondern die Gewaltlosigkeit muß gesellschaftsfähig werden", stellte Landesrätin Traude Votruba fest.

Die neugegründete Plattform wurde initiiert von Landesrätin Traude Votruba, zuständig für die Kinderbetreuung, Frauenangelegenheiten, Soziales, Schule und Konsumentenschutz der Niederösterreichischen Landesregierung. Mit der wissenschaftlichen Leitung und Betreuung wurde Prof. Mag. Dr. Rotraud A. Perner – Psychotherapeutin, Psychoanalytikerin und allgemein beeidete Gerichtssachverständige – betraut.

"Gewalt findet überall statt – sei es in der Familie, in der Arbeitswelt, in der Schule, im Straßenverkehr, in den Medien, im Angebot der Freizeitindustrie oder einfach nur im alltäglichen Umgang mit oder vielmehr gegeneinander", erklärte Landesrätin Votruba. Und weiter: "Um dieser Gewalt vorzubeugen, also präventiv vorzugehen, habe ich die Plattform: "Gewaltfreies Niederösterreich" ins Leben gerufen."

Basierend auf 30 Jahre Erfahrung in wissenschaftlicher Forschung und Praxis, hat Prof. Perner das Konzept erstellt, wobei auf größtmögliche Kostenersparnis und daher die bestmögliche Nutzung bestehender Einrichtungen geachtet wurde.

Angst und Neid beispielsweise, gehören zu den Wurzeln von Gewalt. "Wenn man wirklich etwas gegen Gewalt tun will, muß man Menschen eine Chance geben, gewaltfreies Handeln zu beherrschen", so Prof. Perner. Dazu benötigen Menschen Informationen, wie etwa Handlungsanleitungen, Vorbilder, Übungsmöglichkeiten, aber auch Lob.

"Die Plattform soll einen Ring der Zusammenarbeit ermöglichen, der dafür sorgt, daß bis ins kleinste Eck des Bundeslandes Information und Motivation für Gewaltfreiheit zugänglich wird", schloß Prof. Perner.

Die ersten Gründungsmitglieder der Plattform sind: HR Kurt Mittersteger (Präsident der NÖ Volkshilfe), Brigadier Gerhard Schmid (Landesgendarmeriekommandant), Mag. Herbert Kaufmann (Direktor der AK NÖ), Christa Haager (ÖGB, NRAbg. a.D.) und Mag. Hubert Petrasch (Leiter des Katholischen Bildungswerkes Wien für das Wein- und Industrieviertel).

Wer in seinem Bereich die Möglichkeit sieht, aktiv gegen Gewalt vorgehen und präventiv wirken zu können, sollte sich der Plattform:
"Gewaltfreies Niederösterreich" anschließen. Beitrittsformulare können über TEAM PRESS (0 22 52 / 456 82) oder ab November 1998 über die UTA-Hotline angefordert werden.
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