VP-Klucsarits: Bäderreform ist dringend notwendig

Einsparungen bei den Ausgaben sind sinnvoller als Preiserhöhungen

Wien (ÖVP-Klub) Keine Lösung der prekären Finanzsituation der Wiener Bäder sieht LAbg. GR Rudolf KLUCSARITS (ÖVP) in einer Erhöhung der Eintrittspreise. "Zuerst einmal bedarf es einer genauen Überprüfung vorhandener Strukturen und Ressourcen", erklärte KLUCSARITS und meinte: "An einer grundlegenden Reform
wird kein Weg vorbeiführen".*****

Die positiven Initiativen für die Wiener Bäder nahm KLUCSARITS vorweg: "Die Bemühungen, die Wiener Bäder zu modernen Freizeiteinrichtungen zu machen haben durchaus Erfolg gezeigt
und die Akzeptanz unter der Wiener Bevölkerung erhöht", meinte KLUCSARITS und führte dabei den "Club Nixe" als Beispiel an. Die infrastrukturellen und personellen Voraussetzungen hätten allerdings oftmals mit den Ansprüchen der Badegäste leider nicht Schritt gehalten.

KLUCSARITS freute sich über die bevorstehende Sanierung des Laaerbergbades, wies aber auch darauf hin, daß einige Sanierungsprojekte der letzten Zeit (Gänsehäufel, Dianabad und Penziger Bad) bautechnisch nicht optimal gelaufen seien. Die
daraus resultierenden Mehrkosten und in dieser Höhe wohl vermeidbaren Investitionen hätten anderswo vermutlich sinnvoller eingesetzt werden können.

"Wir als Koalitionspartner fragen uns manchmal schon, ob im Personalbereich ein optimaler Ressourceneinsatz die Regel ist
und ob beispielsweise die Öffnungszeiten der Hallenbäder und der Saunen so eingerichtet sind, daß die Bäder konkurrenzfähig bleiben können", so KLUCSARITS. "Es scheint einfach so zu sein, daß Bauinvestitionen und Personalkosten zu jenem Defizit geführt haben, das jetzt als beängstigende Zahl im Raum steht und zu den Überlegungen einer Tariferhöhung geführt hat."

Daß eine Tariferhöhung ohne strukturelle Reformen sinnlos ist rechnete KLUCSARITS an einem einfachen Beispiel vor: Würde man
die Eintrittspreise um 20 Schilling (40 %) erhöhen, hätte das
etwa den gleichen wirtschaftlichen Effekt wie eine Reduktion der Ausgaben um 6,6 %. "Eine Anhebung der Preise in dieser Größenordnung ist illusorisch, eine Reduktion der Kosten um 6,6
% ist aber durchaus durchführbar", ist KLUCSARITS überzeugt.

Die Wiener Volkspartei stehe jedenfalls weiterhin für einen
fairen Bädertarif, der sowohl ökonomisch, als auch sozial verträglich ist. "Wir sind froh, daß sich auch der Herr Stadtrat Svihalek unserer Argumentation angeschlossen hat, verlangen aber nun, daß dieser Erkenntnis auch Taten folgen. Wir werden
jedenfalls in den kommenden Gesprächen, gemeinsam mit dem Koalitionspartner eine Bäderreform initiieren, die nicht nur das Defizit reduzieren soll, sondern den Wienerinnen und Wiener auch weiterhin ihr Badevergnügen garantiert", schloß der VP-Politiker.*****

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