Gewalt in den Medien. Institut für Gewaltverzicht fordert einheitliche Politik. Hotline Bildschirm als Anlaufstelle

Wien (OTS) - "Wenn entsprechend der EU-Fernsehrichtlinie Kennzeichnungen von jugendgefährdenden Inhalten im Fernsehen kommen, warum nicht auch für Videos, Computerspiele und Internetseiten", erklärte Friedrich Lennkh, der Geschäftsführer des Institut für Gewaltverzicht. Die Medien wachsen zusammen. Verlagshäuser und Fernsehsender sind gleichzeitig Provider und Anbieter im Internet. Spielfilme werden in Computerspielen weitervermarktet und umgekehrt. Video on demand gibt es sowohl am Fernsehschirm als auch am Computerbildschirm. Die Entwicklung erfordere auch eine einheitliche Medienpolitik. Es gehe nicht darum, durch zu enge gesetzliche Auflagen Zensur zu üben, sondern um das Recht der Kinder auf eine fördernde und ihnen entsprechende Entwicklung. "Der Jugendmedienschutz braucht einen ehrlichen und offenen Diskurs zwischen Politik, Betreibern und Konsumenten. Eltern haben die Hauptverantwortung auch für den Medienkonsum ihrer Kinder, dazu brauchen sie aber mehr Information über die Inhalte", fordert Lennkh.

Die vom Institut für Gewaltverzicht eingerichtete Hotline Bildschirmbearbeitet alle Beschwerden über illegale und für Kinder und Jugendliche schädliche Inhalte in den Medien. Die Hotline ist im Internet unter http://www.mediapark.at, täglich von 17-20 Uhr telefonisch unter 01/5854620 und per Fax unter 01/5854620-12 erreichbar.

Für Rückfragen: Friedrich Lennkh 01/5854620

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