VP-Bauer: Im Bezirk Hollabrunn fehlen 22 Grenzwachebeamte Lembacher: Technisches Equipement ist mangelhaft bis nicht vorhanden

Niederösterreich, 6.10.98 (NÖI) "Unser Bezirk darf nicht zum Durchhaus für illegale Grenzgänger werden", erklärte NAbg. Rosemarie Bauer, Vorsitzende des Hollabrunner Sicherheitsforums. "Innenminister Schlögl sieht tatenlos dabei zu, daß allein in unserem Bezirk noch immer 22 Grenzwachebeamte fehlen. Die Krönung von Schlögls verfehlter Sicherheitspolitik ist, daß von den 53 Beamten, die an der Grenze den Dienst versehen, 16 aus anderen Bundesländern kommen. Sie haben keinerlei Ortskenntnisse, sind von ihren Familien getrennt und sind daher demotiviert", so Bauer.****

Die Landtagsabgeordnete des Bezirkes, LAbg. Marianne Lembacher ist über die mangelnde technische Ausrüstung entsetzt. "Von den Ankündigungen Schlögls über eine gute technische Ausrüstung merkt man im Bezirk Hollabrunn gar nichts. So gebe es im Bezirk eine einzige Wärmebildkamera. Diese befindet sich allerdings seit Juli im England zur Reparatur. Es gibt also de facto keine Wärmebildkamera. Darüber hinaus klagen die Beamten über fehlende zivile Einsatzfahrzeuge, sowie über zu wenig Mobiltelefone und Nachtsichtgeräte."

"Wie sollen die Beamten bei einem derartigen Personaldefizit
und einer derartig schlechten technischen Ausstattung den sich mehrenden illegalen Grenzübertritten Herr werden? Wir brauchen einen Innenminister, der sich um die lückenlose Sicherheit in unserem Land kümmert und keinen Ankündigungsminister", so Bauer und Lembacher.
- 2 -

ORIGINALTEXT-SERVICE UNTER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NNV/NÖI