"Welttierschutztag am 4. Oktober" Österreich muß vor der eigenen Tür kehren! "Gleiches Recht für alle Tiere auch in Österreich!" Das Tierhilfswerk Austria (THWA) fordert das Bundestierschutzgesetz

Wien (OTS) - Der 4. Oktober ist dem Schutzpatron der Tiere, "Franz von Assisi" gewidmet. Er hat sich für die Armen und Aussätzigen aufgeopfert. Die Gleichbehandlung und Gerechtigkeit waren seine Prämissen. In Österreich gibt es diese Gleichberechtigung für Tiere leider noch immer nicht. Neun Landestierschutzgesetze bestimmen über Schutz oder Leid der Tiere.

Renate Mayer, Referat für Landwirtschaft: "Österreich hat hinsichtlich Tierschutz noch nicht EU-Reife erlangt. Als einziges EU-Land wird der Tierschutz nicht auf Bundesebene geregelt. Neben den Differenzen hinsichtlich der Schutzbestimmungen für die Tiere auf Landesebene, bedarf die Umsetzung einer neuen EU-Richtlinie zum Tierschutz und der Nutztierhaltung in der Landwirtschaft außerdem eines enormen Kosten- und Arbeitsaufwandes, für den wieder die österreichischen Steuerzahler herhalten müssen."

Die artspezifischen Grundbedürfnisse müssen für alle Tiere gleichermaßen erfüllt werden, dies gilt auch für die Nutztiere, die nach wie vor am meisten zu leiden haben und oftmals als Tiere zweiter oder dritter Klasse behandelt werden. Das Tierhilfswerk Austria appelliert an die österreichische Bundesregierung, endlich die Interessen des Tierschutzvolksbegehrens für ein einheitliches Bundestierschutzgesetz ernst zu nehmen und zu handeln, denn Tierschutz beginnt im eigenen Land.

Renate Mayer: "Nicht Gewinnmaximierung auf Kosten der Tiergesundheit und des Wohlbefindens, sondern alternative Tierhaltung muß zukünftig das Ziel der österreichischen Landwirtschafts- und Tierschutzpolitik sein."

Der Welttierschutztag soll daher nicht nur als Gedenktag gefeiert werden, sondern das Bewußtsein aller stärken, auch dem Tierschutz in Österreich Rechnung zu tragen. Ziele und Anforderungen der Rechtsgrundlagen müssen konsequent in der Tierschutzpraxis angewendet werden, um Tierquälereien, wie Käfighühnerhaltung, Qualzüchtungen, Exotenhandel und Fallenjagd ein für alle mal abzuschaffen.

Christian Janatsch, Präsident des THWA: "Die Gleichbehandlung der Tiere ist ein Grundrecht, dem auch Österreich sich nicht verwehren kann. Deshalb ist es von besonderer Wichtigkeit, den Tierschutz auf Bundesebene zu regeln und wir erwarten uns von den Regierungsparteien noch in diesem Jahr eine konkrete Zusage. Tierschutz muß endlich zur Selbstverständlichkeit werden."

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