Zetkin/Schaldach bringt Bewegung in den Markt der Medizinlexika / Karriere eines Ostproduktes

Wiesbaden/Berlin (ots) - Wissenschaftlich auf dem neusten Stand
und reichlich farbig bebildert - so präsentiert sich die soeben im Verlag Ullstein Medical erschienene 16. Auflage des "Lexikons der Medizin", in Fachkreisen bekannt unter dem Namen seiner Gründer Zetkin/Schaldach. Jahrzehntelang war dieses Werk - vor allem in der DDR - ganzen Generationen von Ärzten ein unverzichtbarer Begleiter.

Der Zetkin/Schaldach erschien erstmals 1956 im Ostberliner Verlag Volk und Gesundheit als "Wörterbuch der Medizin". 1984 wurde das Werk unter der Herausgeberschaft von Heinz David intensiv aktualisiert und erheblich erweitert. Zu DDR-Zeiten war eine Lizenzausgabe für Westdeutschland ein großer Exporterfolg. 1992 erschien die erste gesamtdeutsche Ausgabe.

Die jetzige Überarbeitung und Neugestaltung übernahm bei Ullstein Medical eine verlagsinterne Lexikonredaktion. Auffälligste Veränderung ist die durchgehende farbige Bebilderung des früher spärlich schwarzweiß illustrierten Werkes. Die fast 50.000 Stichworteinträge wurden von über 100 Experten aktualisiert und große Teile des Textbestandes erneuert. So wird der Leser nun z.B. auch über die "Potenzpille" Viagra(r) bzw. ihren Wirkstoff Sildenafil informiert - Begriffe, die man in den beiden anderen großen deutschen Medizin-Fachlexika noch vergeblich sucht.

Auch sonst braucht die Neuauflage einen Vergleich nicht zu scheuen. Im Gegenteil: Der Zetkin/Schaldach ist mit 2.264 Seiten das wohl umfangreichste derartige Werk, das zur Zeit im deutschsprachigen Raum angeboten wird. Weiterentwickelt wurden bei der Neubearbeitung Vorteile des Werkes, die viele Leser schon an früheren Auflagen schätzten. So werden nicht nur Stichwörter der klinischen Medizin, sondern auch der Grundlagenfächer und Nachbardisziplinen erklärt. Außerdem wird im Zetkin/Schaldach eine klare und verständliche Sprache gepflegt. Das kommt dem Mediziner ebenso zugute wie anderen Mitarbeitern im Gesundheitswesen und interessierten Laien.

Überraschend ist der Preis, der trotz größeren Umfangs unterhalb dem der vergleichbaren Werke liegt. Hardcover-Ausgabe wie CD-ROM kosten 48,00 DM, gemeinsam sind sie für 68,00 DM zu haben. Der Buchhandel hat nach Auskunft des Verlages reichlich geordert. Die Konkurrenz dürfte die Entwicklung mit Spannung beobachten, geht es doch um einen Markt, in dem jährlich sechsstellige Stückzahlen umgesetzt werden.

ots Originaltext: Ullstein Medical Verlagsgesellschaft mbH & Co.
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