OeNB - Konjunkturelle Entwicklung in Österreich

In der Publikationsreihe "Berichte und Studien", Heft 3/1998, erschienen

Wien (OTS) - Die Aufwärtsentwicklung der österreichischen Konjunktur hat sich im ersten Halbjahr 1998 fortgesetzt. Im
zweiten Quartal des Jahres ist allerdings eine leichte
Abschwächung der Wachstumsimpulse aus der exportorientierten Industrie sowie eine Verschiebung zu den binnenorientierten
Sektoren festzustellen. Für die Sachgüterindustrie ist nicht
mit einer weiteren Beschleunigung der Wachstumsraten in der
zweiten Jahreshälfte zu rechnen. Demgegenüber realisiert sich zunehmend die Erholung des privaten Konsums.

Die Verbesserung der Konjunkturlage spiegelt sich auch in
der Beschäftigungsentwicklung wider. Im ersten Halbjahr 1998
lag die Beschäftigung um 1.2% über dem Vorjahreswert. Aufgrund
der gleichzeitigen kräftigen Ausweitung des Arbeitsangebots ist aber erst für 1999 mit einem Rückgang der Arbeitslosenrate zu rechnen.

Wegen der moderaten Lohnpolitik und des Rückgangs der Rohstoffpreise hat sich die nominell-effektive Abwertung des Schillings im Jahr 1997 bislang nicht auf das heimische
Preisniveau ausgewirkt. Mit einer Inflationsrate von 0.9% im
Juni 1998 ist Österreich nach wie vor unter den
preisstabilsten Ländern des Euroraums. Die nach wie vor hohe Wettbewerbsfähigkeit dürfte wesentlich zur Verbessserung der Außenhandelsposition beigetragen haben. Das
Leistungsbilanzdefizit hat sich - gemäß Cash-Bilanz - im ersten Halbjahr um 4.4 auf 20.7 Mrd. S verringert.

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