Sobotka will alles gegen Dukovany unternehmen

Projektbetreiber scheint sich um Sicherheit nicht zu kümmern

St.Pölten (NLK) - "Derzeit erweckt das Projekt des Atomkraftwerkes Dukovany den Eindruck einer möglichst billigen Lösung, die negative Auswirkungen auf die Umwelt sowie die Gesundheit der Bevölkerung bewußt in Kauf nimmt. Daher ist das Land Niederösterreich strikt gegen dieses Projekt, und wir werden alle unsere Mittel ausschöpfen, um es zu verhindern." Das betonte heute der NÖ Umwelt-Landesrat Mag. Wolfgang Sobotka.

Die Geschichte um Dukovany begann bereits im März 1998. Damals wurde das Atomkraftwerk einer Umweltverträglichkeitsprüfung (VVP) unterzogen. Ergebnis war, daß aufgrund schwerwiegender Mängel das AKW zu einer erneuten UVP verdonnert wurde. Umwelt-Landesrat Sobotka:
"Die damals beanstandeten Mängel wurden vom Projektbetreiber noch immer nicht behoben." Aus diesem Grund rechnet Sobotka mit einer nochmaligen Zurückweisung des riskanten Projektes durch das tschechische Umweltministerium.

Tatsächlich ist das Projekt mehr als riskant. In unmittelbarer Nähe zum AKW befindet sich ein Militärflughafen. Bei einem Flugzeugabsturz ist eine Beschädigung der Lagerbehälter sehr wahrscheinlich. Selbst schwacher Wind kann die in Verbindung mit dem Treibstoffbrand entstehende radioaktive Wolke in Richtung Österreich tragen. Binnen einer Stunde können Orte im nördlichen Weinviertel betroffen sein. Die radioaktive Belastung der Menschen und der Umwelt wäre um das 100fache größer als die Belastung durch den Reaktorunfall in Tschernobyl.

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