Ein weiterer Stern ist geboren: Wie Mercedes-Benz U.S. International begann / Eine Zusammenfassung

Tuscaloosa, Alabama, USA (ots-PRNewswire) - In den fünf kurzen Jahren, seit Mercedes-Benz ankündigte, daß die erste nordamerikanische Passagierfahrzeugproduktionsstätte in Tuscaloosa errichtet wird, hat Mercedes-Benz U.S. International (MBUSI) einen weiten Weg zurückgelegt.

Nachstehend finden Sie eine Zusammenfassung des Erfolgs von MBUSI.

Daimler-Benz, der älteste Autoproduzent der Welt, ist ein global führendes Unternehmen auf dem Markt der Luxusautos während des gesamten Jahrhunderts. Angesichts stärkeren Wettbewerbs in der Automobilindustrie in den späten Achtzigern und frühen Neunzigern konzentrierte Daimler-Benz seine Anstrengungen erneut auf die Wertverbesserung für seine Kunden, indem das Unternehmen sich bei der Fahrzeugentwicklung und den Produktionsverfahren marktgesteuerter entwickelte.

Die M-Klasse repräsentiert eines der ersten realen Fahrzeuge, die mit dieser Philosophie entwickelt wurden, zusätzlich zu den Globalisierungsanstrengungen des Unternehmens, die Fahrzeuge in ihren besten Absatzmärkten zu produzieren.

Nach der Fertigstellung einer Machbarkeitsstudie zur Untersuchung des Potentials von Daimler-Benz auf dem wachsenden Sport- und Nutzfahrzeugmarkt 1992 wurde Andreas Renschler zum President und CEO einer neuen unabhängigen Firma ernannt - MBUSI, die für das Design, die Entwicklung, die Produktion und das weltweite strategische Marketing der M-Klasse verantwortlich sein sollte.

MBUSI sollte nicht ein weiteres Transplant sein, das Menschen und Arbeitsverfahren aus einer vorhandenen Kultur transferiert. Das Unternehmen war eher als Lern- und Experimentierfeld kreiert - eine Stätte für neue Ideen und ein Katalysator für Veränderungen im Unternehmen. MBUSI begann daher als ein Projekt des freien Feldes, das sich den Problemen von einem leeren Blatt Papier aus näherte.

Die Aufgaben waren enorm. Es ging um die Entwicklung und die Produktion eines Fahrzeugs mit einer neuen Mitarbeiterschaft, das Errichten einer neuen Produktionsstätte in einem neuen Land, das Entwerfen eines neuen Produktionsverfahrens und die Kreation einer neuen Unternehmenskultur - alles zur selben Zeit.

Nach dem Besuch und der Prüfung von Vorschlägen von über 150 möglichen Standorten in 30 Bundesstaaten in Nordamerika, stellte das Standortauswahlkomitee fest, daß Alabama über die beste Kombination der gesuchten Faktoren verfügte: gute Infrastruktur, Lebensqualität, gut ausgebildete und motivierte Belegschaft, günstiges Geschäftsklima, Nähe zu verladenden und anlandenden Seehäfen, Nähe zu einer Universität und einem urbanen Stadtgebiet sowie das Gefühl der "Partnerschaft" mit dem Bundesstaat Alabama.

Nach nur 34 Monaten Entwicklungszeit startete MBUSI die M-Klasse und erhielt noch nie dagewesene Kritiken der Industrie. In Übereinstimmung mit der Unternehmensentwicklung stellte MBUSI sein Managementteam ein (aus der gesamten Industrie rekrutiert, um dem Projekt einen "Schmelztiegel" von Ideen zuzuführen), entwarf ein vollkommen neues Produktionsverfahren und errichtete die Produktionsstätte auf ungefähr 930.000 Quadratmetern.

Als MBUSI mit der Einstellung der Teammitglieder begann, bewarben sich mehr als 40.000 Menschen für 1.500 Arbeitsplätze. Ungefähr 170 Teammitglieder wurden für bis zu sechs Monaten nach Deutschland geschickt, um in der Produktionsstätte von Daimler-Benz in Sindelfingen in der unmittelbaren Nähe von Stuttgart am Montageband geschult zu werden. Über 75 deutsche Ingenieure, die für die Schulung der MBUSI Teammitglieder verantwortlich waren, kamen dann mit den neuen Teammitgliedern nach Tuscaloosa.

In der Zwischenzeit fingen die MBUSI Ingenieure an, die Standardmethoden und -prozeduren (SMPs) niederzuschreiben, die als Schritt-für-Schritt Leitfaden für die Produktion der M-Klasse benutzt werden. Die Teammitglieder und die Ingenieure tragen weiterhin zur fortdauernden Effizienz und Produktivität der SMPs bei, als Teil der Unternehmensphilosophie der kontinuierlichen Verbesserung.

Die Firma begann mit der Entwicklung ihrer Unternehmenskultur mit dem Schwerpunkt auf der Teamarbeit, offener Kommunikation und direktem Zugang zum Management. Da sich Produktion und Verwaltung unter demselben Dach befinden, teilen sich alle Mitarbeiter oder "Teammitglieder" dieselben Parkplätze, die Cafeteria und die "Teambekleidung" (verschiedene "Freizeit"-Hemden mit dem Vornamen des Trägers und dem dreizackigen Mercedes-Benz Stern auf der Brustseite eingestickt).

Die Lieferanten von MBUSI wurden bereits in den frühen Entwicklungsstadien beteiligt aufgrund ihrer integrativen Rolle im Just-in-time (gerade zur richtigen Zeit) und Just-in-sequence (unmittelbar aufeinanderfolgenden) Produktionssystem. Viele MBUSI Lieferanten bringen vormontierte Module oder Submontageinheiten in die Produktionsstätte und tragen dazu bei, daß die Führung des Trends in der Industrie erhalten bleibt.

Delphi Packard Electric zum Beispiel montiert und liefert ein ganzes Cockpitmodul in die Fabrik, und zwar ungefähr 169 Minuten nachdem die Firma von dort eine "Bestellung" erhalten hat. Zu jedem gegebenen Zeitpunkt hält MBUSI nur für eine Schicht Teile vorrätig. Die Firma verläßt sich auf ihre Lieferanten. Diese müssen das Inventar während der Schichten kontinuierlich wiederaufstocken. Diese Produktionsweise reduziert die Kapitalinvestition in der Produktionsstätte und spart wertvollen Platz in der Produktion.

Das erste Fahrzeug der M-Klasse in Kundenqualität verließ das Montageband im Februar 1997. Im Mai des vergangenen Jahres enthüllte MBUSI die M-Klasse zum ersten Mal bei der großen Fabrikeröffnung, an der über 6.000 Menschen aus 60 Ländern teilnahmen. Sie sahen, was später als eine "Kreuzung zwischen einer Broadway Show, einem Gipfel der Vereinten Nationen und einem Südstaaten-BarBeQue" bezeichnet wurde.

Im Herbst 1997 startete MBUSI die M-Klasse in Nordamerika. Nach dem Gewinn der Auszeichnungen "Motor-Trend LKW des Jahres", "Nordamerikanischer LKW des Jahres" und zahlreicher weiterer Industrieauszeichnungen wurde der ML320 im März 1998 auf die internationalen Märkte gebracht.

Weniger als ein Jahr nachdem die M-Klasse in Nordamerika in den Verkauf ging, kündigte die Firma zwei Produktionssteigerungen an, die dazu beitragen sollen, die überwältigende weltweite Nachfrage zu befriedigen. Die erste Produktionssteigerung repräsentiert eine zusätzliche Investition von 40 Millionen Dollar in der Produktionsstätte in Tuscaloosa und weitere 100 Arbeitsplätze, um die Produktion um 20% jährlich zu erhöhen, von 65.000 Einheiten 1998 auf über 80000 Einheiten 1999. Die ursprüngliche Produktionsstätteninvestition war 300 Millionen Dollar für die Fabrik und über 700 Millionen Dollar für Fahrzeugforschung und -entwicklung.

MBUSI kündigte außerdem an, daß das Unternehmen dabei helfen wird, die derzeitige europäische Nachfrage zu befriedigen, und zwar durch die Produktion von bis zu 30.000 Fahrzeugen der M-Klasse jährlich in der Steyr-Daimler-Puch-Produktionsstätte in Graz, Österreich. Diese Produktionsstätte verfügt über 20jährige Erfahrung in der Produktion von vierradangetriebenen Mercedes-Benz Fahrzeugen (Geländewagen und 4MATIC E-Klasse) und kann mit der Produktion von Fahrzeugen der M-Klasse bereits Mitte 1999 beginnen.

In diesem Monat brachte MBUSI den langerwarteten 4,3 Liter V8 ML430 in Nordamerika auf den Markt, zusätzlich zum rechtsgesteuerten ML320 in Großbritannien, Japan, Australien und Neuseeland. Durch die Kombination von Sicherheit, Qualität, Leistungsfähigkeit und Komfort eines Mercedes-Benz mit der Vielseitigkeit und dem exzeptionellen Verhalten abseits der Straße setzt die M-Klasse weiterhin Leistungsstandards in ihrem Marktsegment.

ots Originaltext: Mercedes-Benz U.S. International, Inc.
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Trevor C. Hale, Mercedes-Benz U.S. International, Inc.,
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