Renovierung und Sanierung: EIN MARKT MIT ZUKUNFT

Wien (OTS) - Der Wohnungsneubau nimmt ab. In Österreich wurden
1997 insgesamt 56.925 Baubewilligungen erteilt. Das sind um 13 % weniger als noch 1996. Und der Renovierungs- und Sanierungsmarkt gewinnt immer mehr an Bedeutung. Denn zirka 70 % des aktuellen Wohnungsbestands (rund 2,5 Millionen Wohnungen und Eigenheime) wurden vor 1980 erbaut. Etwa 30 % davon wurden in den letzten 15 Jahren renoviert, das bedeutet immerhin 50.000 Wohnungen oder Eigenheime pro Jahr! Diese Zahlen nannte Generaldirektor Mag. Dr. Erich Rainbacher bei der Präsentation einer im Auftrag der Raiffeisen Bausparkasse durchgeführten Studie über den Renovierungs- und Sanierungsmarkt. Das Investitionsvolumen, das in den nächsten zwei bis drei Jahren in die Wohnraumverbesserung fließt, beträgt ca. 200 Milliarden Schilling. Rund ein Drittel der Österreicher lebt in zukünftigen oder derzeitigen Renovierungshaushalten, ergab die Untersuchung.

Was kompakt und präzise definiert erscheint, ist bei näherer Analyse ein durchaus interessanter, aber auch schwieriger Markt. Die Raiffeisen Bausparkasse hat versucht, im Rahmen der heute präsentierten Grundlagenstudie, diesen Markt genauer zu definieren und darzustellen. 1.492 Personen, die in den letzten zwei Jahren eine Renovierung mit einer Dauer von mindestens 2-3 Tagen vornahmen bzw. diese in den nächsten zwei Jahren planen, wurden vom Market-Institut, Linz, telefonisch ausführlich befragt. Jeweils die Hälfte der Befragten haben bereits saniert bzw. planen dies zu tun. Befragungszeitraum waren Juli und August 1998.

Ein Drittel Renovierungshaushalte

Bei großzügiger Definition lebt rund ein Drittel der Österreicher in zukünftigen oder derzeitigen Renovierungshaushalten. Betrachtet man jenes Segment, das umfangreichere Renovierungen durchgeführt hat bzw. in nächster Zeit plant, sind das immerhin 10% der Bevölkerung.

Am häufigsten (76 % der Befragten) werden Raumerneuerungen im Innenbereich durchgeführt. (Maler-, Tapezier- und Verputzarbeiten, das Verlegen neuer Böden und Fliesen.) Ein besonderer Faktor ist die Wärmedämmung. 89 % ordnen ihr einen sehr hohen bzw. hohen Stellenwert zu, lediglich 4 % sehen darin kein vordringliches Anliegen. Auch bei der realen Umsetzung von Verbesserungsmaßnahmen spielt dieser Bereich eine große Rolle. Konkret: 56 % der Befragten treffen hier Investitionen.

Stark vertreten sind auch Erneuerungen an Heizsystemen bzw. neue Installationen, in die 52 % der Befragten investieren. Mehr als ein Drittel (37 %) führen größere Maurerarbeiten durch wie Anbauten, Aufstockungen, Dachbodenausbauten, Neueindecken eines Dachs oder das Trockenlegen von Mauern.

Kosten und Dauer der Renovierung werden unterschätzt

Neben Timing und Finanzierung gibt es zum Teil auch erhebliche Probleme mit der Wohnsituation während der Renovierung. Zieht man in Betracht, daß umfangreichere Renovierungen oft länger als ein Jahr dauern, wird die Problematik der Wohnbeeinträchtigung durchaus verständlich. Im statistischen Schnitt nimmt die Renovierung 160 Tage in Anspruch, auch das ist eine ziemlich lange Zeitspanne. Die durchschnittlichen Kosten liegen bei 330.000 Schilling, wobei es große Unterschiede zwischen einer Wohnungsrenovierung (durchschnittlich 150.000,-- Schilling) und der Sanierung eines Hauses (durchschnittlich 400.000,-- Schilling) gibt.

Bauspardarlehen zur Finanzierung von Renovierungs- und Sanierungsvorhaben wurden bis dato noch nicht so richtig entdeckt. Nur jeder zehnte Renovierer hat sein Projekt über ein Bauspardarlehen finanziert. Der Grund dafür ist ein Informationsdefizit. Nur 24 % fühlen sich über Renovierungsfinanzierungen mit einem Bauspardarlehen sehr gut informiert. Auch die Möglichkeit eines Sofort-Zwischendarlehens ist zwar den meisten der Befragten bereits bekannt, wird jedoch noch nicht mit einer Haus- bzw. Wohnungsrenovierung in Verbindung gebracht. "Dieses Informationsdefizit abzubauen und den Renovierungsinteressenten mit einem besonders günstigen Angebot Bausparen als Finanzierungsform schmackhaft zu machen, das sind unsere Schwerpunkte für die nächsten Monate", gibt Rainbacher die strategische Richtung für die Raiffeisen Bausparkasse vor.

Günstiges Geld fürs Sanieren und Renovieren: Das "schnelle Darlehen" ohne Grundbuchseintragung

Speziell für Sanierungs- und Renovierungsvorhaben hat die Raiffeisen Bausparkasse das "schnelle Darlehen" kreiert, das bis zu einer Höhe von 300.000,-- Schilling bereitsteht. Es zeichnet sich durch folgende Besonderheiten aus:

Es wird ohne die sonst übliche Eintragung ins Grundbuch vergeben, das spart Spesen und Gebühren in der Größenordnung von einigen tausend Schilling, außerdem ist dadurch das Objekt für den Eigentümer lastenfrei. Weiters entfällt bei einer Bausparfinanzierung die sonst bei einem Kredit- bzw. einem Darlehen übliche 0,8%ige Kreditgebühr, was zum günstigen Effektivzinssatz beiträgt. Und drittens erfolgt die Auszahlung des Darlehens besonders schnell; Handwerker- oder Materialrechnungen brauchen nicht vorgelegt zu werden, was die Darlehensaufnahme völlig unkompliziert macht. "Bei der Konzeption des "schnellen Darlehens" haben wir uns weitgehend an die Erkenntnisse aus der Renovierungsstudie gehalten", betont Rainbacher. Das "schnelle Darlehen" ist auf eine Laufzeit von 10 Jahren angelegt, die Rückzahlungsrate beträgt pro 100.000,-- Schilling Darlehen 1.120,-- Schilling. Der Effektivzinsatz liegt bei 6,1 %. Dieser niedrige Effektivzinssatz und die attraktive Rückzahlungsrate wird durch das 3 %ige Zwischendarlehen (zuzüglich 0,25 % Kapitalbeschaffungskostenbeitrag pro Quartal) ermöglicht, das die Sofortfinanzierung bei der Raiffeisen Bausparkasse konkurrenzlos günstig macht, was kürzlich auch ein Test des Magazins "Konsument" bestätigte.

Rückfragen & Kontakt:

Raiffeisen Bausparkasse,
Sonja Hochreiter, Pressestelle
Tel.: 01/546 46-1420

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