AK: Telefonauskunft muß erschwinglich bleiben

Wien (OTS) - Die AK Konsumentenschützer kritisieren die
geplante Gebühr von 20 Schilling für jede Telefonauskunft. Die Konsumenten brauchen künftig mehr denn je einen Überblick über die vielen neuen Rufnummern der verschiedenen Mobilfunk- und Festnetzbetreiber. Deshalb ist die Post auch gesetzlich verpflichtet, allen Interessenten auch Auskünfte über die Rufnummern der vielen neuen Konkurrenzunternehmen zu erteilen. Die AK verlangt, daß die Telekom-Regulierungsbehörde für die rasche Einrichtung des "Universaldienstfonds" sorgen soll: Die neuen Telefonunternehmen sollen dann in einem Fonds einzahlen, aus dem
die Universaldienste finanziert werden. ****

Künftig muß die PTA nicht nur Auskünfte über die Rufnummern der eigenen Kunden erteilen, sondern auch über die der Konkurrenz,
also den Mobilfunk- und den neuen Festnetzbetreibern. Insgesamt werden dann vier Mobilfunkbetreiber und an die dreißig Festnetzbetreiber um Marktanteile kämpfen. Um die Übersicht über den zersplitterten Telefonmarkt zu behalten, benötigen Konsumenten umfassende Telefonverzeichnisse und Auskunftsdienste.

Einerseits zwingen der Wettbewerb und EU Vorgaben die Betreiber, unrentable Dienstangebote aufzugeben. Anderseits verpflichtet das Telekommunikationsgesetz die Post, Basisdienste, wie zB Telefonverzeichnisse oder die telefonische Auskunft, zu erschwinglichen Preisen und flächendeckend anzubieten.

Auf die Absicht der PTA, künftig für jede telefonische Auskunft von Konsumenten 20 Schilling einzuheben, reagieren die AK Konsumentenschützer kritisch. Besonders treffen würde dies vor allem Wenigtelefonierer. Derzeit kommt die Anbietervielfalt am Telefonmarkt ohnedies nur den Großkunden zugute. Konsumenten spüren davon noch nichts, werden nur mit zusätzlichen Kosten bei Servicediensten belastet, kritisiert die AK.
Auch innerhalb der EU werden Telefonkunden zur Kassa gebeten: So kostet in Deutschland eine einminütige Inlandsauskunft 14 Schilling, eine Auslandsauskunft 20 Schilling. Für 1,5 Minuten fallen bis zu 28 Schilling an, für 2,5 Minuten satte 42 Schilling.

Es muß raschest der Universaldienstfonds - wie im Telekomgesetz vorgesehen - eingerichtet werden, fordern die AK Konsumentenschützer. Die neuen Betreiber, die keine Versorgungspflichten haben, müssen ihre Ausgleichszahlungen in den einzurichtenden Fonds leisten. Nur so können faire Wettbewerbsbedingungen geschaffen werden, meint die AK, und die
Post kann unrentable Dienste im öffentlichen Interesse weiterhin
zu erschwinglichen Preisen anbieten.

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