Wiener Liberale fordern dringend einen Armutsbericht

Bolena: "Laska darf sich dieser immer breiter unterstützten Forderung nicht länger verschließen"

Wien (OTS) Die Liberalen werden in der heutigen Gemeinderatssitzung einen Antrag einbringen, in dem Stadträtin Laska aufgefordert wird, einen jährlichen oder zumindest zweijährigen Armutsbericht zu erstellen. Der Bedarf eines entsprechendes Berichtes werde immer augenscheinlicher, sagte Alexandra Bolena, Sozialsprecherin der Wiener Liberalen.

"Sowohl im Zuge der Beratungen der Drogenkommission, als auch bei der Erarbeitung des Frauengesundheitsprogrammes wurde seitens der mitarbeitenden ExpertInnen wiederholt kritisiert, daß es in Wien kaum Daten über die sozioökonomische Situation einzelner Bevölkerungsgruppen gäbe. Zielgerichtete Programme seien daher nur schwer zu erarbeiten", so Bolena.

Zudem stehe außer Streit, daß aufgrund der Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt sowie aufgrund der immere starrer werdenden Bestimmungen auf bundesgesetzlicher Ebene die Gemeinde Wien verstärkt im Bereich der Armutsbekämpfung gefordert sein wird. "Armutsbekämpfung ohne Wissen darüber, wo und wie sich Armut manifestiert, ist schwierig bis unmöglich", so die liberale Sozialsprecherin. Nicht zuletzt wurde auch auf den Armutskonferenzen der letzten Jahre wiederholt darauf hingewiesen, daß entsprechendes Datenmaterial Voraussetzung sei, um wirkungsvolle Strategien gegen die Armut zu entwickeln.

"Ende Oktober tagt die österreichische Armutskonferenz zum dritten Mal. Es wäre höchste Zeit für Stadträtin Laska, den schon zweimal erhobenen Forderungen der Konferenz zu entsprechen und endlich einen Armutsbericht für Wien erarbeiten zu lassen", so Bolena abschließend.

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