Gleiche Richtung für Wirtschafts- und Beschäftigungspolitik

UNICE: Die europäischen Sozialpartner sollen Grundzüge für die Regelung der Lohnpolitik festlegen

PWK - Es gibt für Europa kein Patentrezept wie Wirtschaftspolitik und Beschäftigungspolitik am sinnvollsten koordiniert werden kann. Unterschiedliche Produktivitätsniveaus und verschiedene Formen der Lohnverhandlungen in den einzelnen Ländern beispielsweise, würden keine europaweite Einigung ermöglichen. Es sollten daher einerseits Grundzüge auf europäischer Ebene festgelegt und anderseits national individuelle Lohnpolitiken betrieben werden, sagte Therese de Liederkerke von der europäischen Arbeitgebervertretung UNICE bei der Internationalen Sozialpartnerkonferenz in Wien. ****

Der Erfolg der europäischen sozialen Systeme und auch der EWWU wird wesentlich von der Entwicklung und Regelung der Arbeitskosten abhängen", machte Liederkerke aufmerksam. Wichtig ist dabei die Einbeziehung der Sozialpartner, die die Rahmenbedingungen und Grundsätze der Koordinierung der Lohnpolitik am besten zu schaffen imstande sind. UNICE sieht die Rolle der europäischen Sozialpartner vor allem als Berater und Inputgeber, "damit die Wirtschafts- und Beschäftigungsrichtlinien richtig integriert werden und Wirtschafts-und Beschäftigungspolitik in die gleiche Richtung zielen", so Liederkerke. Dabei sollten jedoch die zum Teil hochentwickelten Systeme auf nationaler Ebene nicht in Frage gestellt werden.

Jean Lapeyre vom Europäischen Gewerkschaftsbund strich bei der Sozialpartner-Tagung hervor, daß eine gute Praxis der Subsidiarität für ein wirksames europäisches Wirtschafts- und Sozialmodell sowie die EWWU Voraussetzung sei. "Und zwar sowohl vertikal zwischen der EU und ihren Mitgliedern als auch horizontal zwischen den Mitgliedsstaaten und den Sozialpartnern".

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Mag. Gerhard Huemer

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