Hostasch: Wesentliche Erleichterungen für "Neue Selbständige"

Wien, 30. September 1998 (BMAGS).- Ab morgen, Donnerstag,
können Selbständige ihre aus früherer beruflicher Tätigkeit erworbenen Ansprüche auch für die Zukunft weiter erhalten. "Diese neue Regelung ist Teil eines umfassenden sozialpolitischen Maßnahmenpaketes, mit dem der Weg in die Selbständigkeit erleichtert werden soll. Ich erwarte mir, dass durch verstärkte Unternehmensgründungen zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen werden", erklärte Sozialministerin Lore Hostasch.****

Selbständige und andere Gruppen, die nicht in die Arbeitslosenversicherungspflicht einbezogen und in der Krankenversicherung pflichtversichert sind, können durch Entrichtung eines freiwilligen Sicherungsbeitrages von 500 öS monatlich die aus einer in längerer, früherer unselbständiger Tätigkeit erworbenen Anwartschaft auf Arbeitslosengeld über drei Jahre hinaus verlängern.

Vorbedingung ist eine mindestens dreijährige unselbständige Tätigkeit innerhalb der letzten fünf Jahre, bevor der Weg in die Selbständigkeit eingeschlagen wurde. Karenzzeiten von Frauen verlängern diese Fünfjahresfrist. Für bereits länger Selbständige besteht vom 1.10.1998 bis zum 1.12.1998 die Möglichkeit, in das System einzusteigen. Dazu müssen lediglich die Versicherungszeiten ab dem 1.5.1996 nachgekauft werden.

Geringere Beiträge für "Neue Selbständige"

Für "Neue Selbständige", die erstmalig nach dem GSVG pflichtversichert sind, wird die Mindestbeitragsgrundlage ab 1. Jänner 1999 bis zum Ende der ersten beiden Kalenderjahre nach Versicherungsbeginn von 13.761 öS auf 7.400 öS gesenkt.

Geringfügig Beschäftigte auch im GSVG

In Anlehnung an die Bestimmungen im ASVG wird auch im GSVG
eine Regelung für geringfügig beschäftigte Gewerbetreibende eingeführt. Unter gewissen Voraussetzungen wird für diese Gruppe ab 1. Jänner nächsten Jahres eine Ausnahme von der Pensions- und Krankenversicherung ermöglicht.

(schluss)

ORIGINALTEXT-SERVICE UNTER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NSO/BMAGS