Tariferhöhungen Wiener Linien: Liberales Forum lehnt einseitige Belastung des öffentlichen Verkehrs ab

Pöschl: "Ohne echte Sparmaßnahmen bei den Wiener Linien keine Tariferhöhungen!"

Wien (OTS) Der stellvertretende Klubvorsitzende und Verkehrssprecher der Wiener Liberalen Hanno Pöschl bekräftigte heute auf die Ablehnung seiner Fraktion für die Tariferhöhungen bei den Wiener Linien und begründete dies damit, daß der Reformstau der SPÖ und der Gewerkschaft und der mangelnde Wille zum Sparen nicht auf Kosten der WienerInnen gehen dürfe. "Wir Liberale sagen entschieden 'Nein' zu einer Erhöhung der Tarife ohne die überfälligen Strukturreformen, wie z.B. im Personalbereich bei den Wiener Linien", so der liberale Verkehrssprecher.

Pöschl betonte, daß es bei den Wiener Linien großes Einsparungspotential gäbe. Er verwies in diesem Zusammenhang unter anderem auf die horrenden Kosten des Verwaltungszentrums Erdberg, den fehlenden Mut zu grundlegenden Änderungen im Personalbereich und auf die undurchsichtige Handhabung der Werkstätten und der Kapazitätsreserven. "Durch den Unwillen zu Reformen wird aber nicht gespart, sondern es werden die bestraft, die keine starke Lobby hinter sich haben, nämlich die BenutzerInnen der öffentlichen Verkehrsmittel", sagte der liberale Verkehrssprecher.

Zudem sei eine Tariferhöhung allein bei den öffentlichen Verkehrsmitteln aus Sicht der Liberalen das falsche Signal, erklärte Pöschl. Stadträtin Ederer solle vielmehr über die Parkgebühren nachdenken, die seit 1986 unverändert geblieben seien. Betrug der Unterschied zwischen einem 30 Minuten Parkschein und einem Vorverkaufsfahrschein 1975 nur 5 öS, waren es 1994 schon 11 öS. Die geplante Tariferhöhung würde die Differenz auf 13 öS ansteigen lassen "Eine derartig einseitige Belastung des öffentlichen Verkehrs wäre für die angebliche "Umweltmusterstadt" Wien die völlig falsche Weichenstellung",
so Pöschl abschließend.

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