Kein Maulkorb für AK-Gutachter: Aussage über teure 2F-EDV-Kurse zulässig

Wien (OTS) - Es bleibt dabei: Die "2F Computerkurse" sind
extrem teuer. Das Oberlandesgericht Innsbruck hat bestätigt, daß die vom AK Sachverständigen getroffene Aussage zulässig ist, wonach die "exklusiven" EDV-Kurse von 2F nicht mehr als 3.500 und 5.000 Schilling kosten dürften. 2F verlangt aber bis zu 29.000 Schilling. Die Versuche von 2F, die AK Konsumentenschützer durch Klagen einzuschüchtern, sind eindeutig gescheitert. Die AK Konsumentenschützer werden nun auch für das neue, leicht veränderte Kursprogramm ein Gutachten erstellen lassen. ****

Zur Vorgeschichte: Die Firma 2F bietet "exklusive" Computerkurse
an, für die Konsumenten bis zu 29.000 Schilling zahlen. Aufgrund der zahlreichen Konsumentenbeschwerden in den letzten Jahren hat
die AK einen gerichtlich beeideten Sachverständigen mit der Erstellung eines Gutachtens über die EDV Kurse für Windows 95, Winword, Excel und Internet beauftragt. Das Urteil des Gutachters besagt, daß die Kurskosten um knapp das Sechsfache überhöht sind.

AK Gutachten:2F-Computerkurse zu teuer
Im Schnitt werden in Österreich 250 Schilling pro Stunde verlangt, sodaß sich durchschnittliche Kurskosten von 7.000 Schilling für einen 28-stündigen Kurs inklusive Umsatzsteuer und Kursunterlagen ergeben. Der 2F Kurs hingegen kostet zwischen 26.340 und 28.640 Schilling, also Kosten von 941 und 1.023 Schiling pro Unterrichtsstunde. Ratenzahlung ist möglich, die jedoch mit über 20 Prozent Verzinsung teuer erkauft ist.

Auch die von 2F beworbene "Exklusivität" gibt es nicht, da die Kurse weder besonders hervorstechendes Know-how noch einen exklusiven Kursinhalt bieten. Abschlußprüfung, Kurszeugnis und Wiederholungsmöglichkeit unterscheiden sich ebensowenig von
anderen Kursen.
Im AK Gutachten wird auch die nicht zeitgemäße Kursdurchführung kritisiert. Die Kurse finden meist in Gasthäusern statt, wo bis zu acht Teilnehmer um einen Computer herumsitzen. Auch die Internetübung ist oft ein Flop, da es meist gar keinen Internet Anschluß gibt.

AK bleibt dran
Derzeit laufen Musterprozesse gegen 2F. Die AK Konsumentenschützer haben raten den Konsumenten, Preisminderung bzw eine
Preisanpassung zu verlangen. Weigert sich 2F, sollen Konsumenten
auf Vertragsaufhebung und Rückzahlung der bereits geleisteten Zahlung pochen.
Mittlerweile hat 2F das Kursprogramm leicht verändert. Die AK Konsumentenschützer werden auch über diesen Kurs ein Gutachten erstellen lassen.

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