Bergmann Hainzl präzisiert Vorwürfe gegen LKH-Graz

Prominenter Patient "will sich das nicht gefallen lassen". Vorausmeldung zu NEWS Nr. 40/1. Oktober 1998

Wien (OTS) - Wie das Nachrichtenmagazin NEWS in seiner am
Donnerstag erscheinenden Ausgabe berichtet, konkretisiert der in Lassing verschüttet gewesene Bergmann Georg Hainzl im Exklusiv-Interview die Vorwürfe gegen das LKH-Graz. Hainzl schildert detailliert seinen Aufenthalt in der Klinik. Dabei greift er LKH-Direktor Helmut Reinhofer und den "Pressesprecher" Fritz Maritschnig an: "Mir kommt vor, die beiden waren einfach mediengeil".

Hainzl schildert, wie er am dritten Tag seines Aufenthaltes im LKH nach einer Operationsnarkose aufgewacht ist, und "noch ganz dusselig im Kopf" von Reinhofer bedrängt worden sei, "einen Medienvertrag" zu unterschreiben: "Der ist mindestens eine halbe Stunde bei mir im Zimmer gewesen, und hat mir den Vertrag vorgelesen. Mein Bruder hat gesagt: Jetzt lassen's in doch in Ruh', er unterschreibt sicher den Vertrag nicht".

Danach, so Hainzl sei er "interviewt" worden. Dieses Interview wurde dann an die Medien weitergegeben. Hainzl: "Und dann bin ich noch fotografiert worden. Ich war ja so dusselig, daß ich mich nicht dagegen wehren könnte".

Zu den von der Spitalsverwaltung geöffneten privaten Poststücken meint Hainzl: "Angeblich wollten die mich ja nur schützen. Damit ich nicht erfahre, daß noch zehn andere Bergleute unten sind. Die Briefe an mich hätte aber auch meine Freundin Susi öffnen können".

Ansonsten jedoch war Hainzl mit der medizinischen Behandlung sehr zufrieden. "Die Schwestern waren eh ganz liab. Und die Ärzte auch".

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