Frank Stronach geht großzügig mit den Rechten anderer um !

Wien (OTS) - Verwundert und verärgert zeigt sich der Präsident des Wiener Trabrennvereines, Dr. Josef Kirchberger, über die in den Printmedien geäußerten Meldungen von Frank Stronach über die Absiedlung der Wiener Krieau und über die Liquidation des Wiener Trabrennvereines. "Ich begrüße, als ein um die kulturelle Identität dieses Landes besorgter Bürger, die Entscheidung Frank Stronachs, das Kugelprojekt in Ebreichsdorf anscheinend doch nicht zu bauen. Dies ist ein Sieg der ökologischen und ökonomischen Vernunft und ein Sieg dessen, was man altmodisch "guten Geschmack" nennt. Es ist im Zuge des Praterprojektes wahrscheinlich auch richtig, einen modernen Erlebnispark in Wien zu bauen. In einem "Aufwaschen" aber gleich ein wesentliches Stück Architekturgeschichte und österreichische Kultur abzusiedeln, zeigt aber nicht nur eine Geringschätzung jener kulturellen Werte, die Österreich ausmachen, sondern auch eine Mißachtung österreichischer Gesetzte, sowie des Eigentumsrechtes anderer.

Tatsache ist, daß die Gründe des Wiener Trabrennvereines größtenteils im Eigentum der Gemeinde Wien (ein kleiner Teil im Eigentum des Wiener Trabrennvereines) stehen, als Sportstätte gesetzlich gewidmet und langfristig vom Wiener Trabrennverein gepachtet sind. Die darauf befindlichen Bauten wurden von den Otto Wagner-Schülern Schönthal, Hoppe und Kammerer errichtet und sind die ersten Stahlbetonbauten Österreichs. Alle Gebäude am Gelände der Wiener Krieau stehen unter Denkmalschutz.

Eigentümer aller Gebäude ist der Wiener Trabrennverein. Die von Frank Stronach geforderte Absiedlung wird nicht nur auf den Widerstand der kultur- und sportinteressierten Öffentlichkeit stoßen, sondern auch auferhebliche rechtliche Schwierigkeiten (Denkmalschutz, Sportstättengesetz, Rechte des Wiener Trabrennvereines). Für eine Kooperation und eine Einbindung des Rennplatzes Krieau in das Gesamtprojekt stehen die Türen des Wiener Trabrennvereines aber weit offen. Frank Stronach sollte das Gespräch mit uns suchen und uns nicht über Zeitungsinterviews absiedeln."

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Michael Poppinger
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Wiener Trabrennverein

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