Erste Halbzeit: 1:0 für die Schwemm! Berufung zurückgewiesen - Naturzustand muß wieder hergestellt werden

Innsbruck (OTS) - Ein Punkt für die Rettung der Schwemm ist in der ersten Runde gewonnen: Die Umweltschutzabteilung des Land Tirols hat im Berufungsverfahren entschieden, daß der natürliche Zustand in dieser für das Feuchtgebiet wichtigen Pufferzone wiederhergestellt werden muß. "Landesrat Astl hat damit einen ersten richtigen Schritt gesetzt, indem er sich nicht von illegaler Bautätigkeit hat unter Druck stellen lassen. Wer A sagt, soll auch B sagen: jetzt ist es Zeit für eine angemessene Unterschutzstellung der Schwemm im Rahmen eines Natura 2000 Konzeptes, das auch die Pufferbereiche mit einbezieht", kommentiert Andreas Baumüller vom WWF Tirol das Ergebnis des Verfahrens, das dem WWF heute mitgeteilt wurde.

Nachdem die Bezirkshauptmannschaft entschieden hatte, daß der Golfplatz ohne Bewilligung errichtet wurde, erging ein Bescheid zur Wiederherstellung, gegen den der Golfplatzbetreiber Berufung einlegte. Die Landesregierung als zweite Instanz hat nun die Berufung zurückgewiesen und entschieden, daß rückgebaut werden muß. Der Bescheid wird diese Woche den Parteien zugestellt, wie der WWF heute erfahren hat. Der Golfplatzbetreiber muß dann den früheren Zustand wiederherstellen.

Der WWF sieht die Entscheidung der Landesregierung als ein klares Signal in die richtige Richtung: Es darf im Naturschutz nicht möglich sein, Verfahren zu umgehen und so Einzelinteressen gegen den Erhalt des Naturerbes durchzusetzen. Für einen dauerhaften Schutz ist es jetzt notwendig, das wertvolle Feuchtgebiet der Schwemm im Rahmen der europäischen Naturschutzrichtlinie Natura 2000 samt Pufferzonen zu sichern.

Der Golfplatzbetreiber versucht aber weiterhin über einen neuen Antrag eine Genehmigung für eine 9-Loch-Anlage samt Bunker und Greens zu erhalten. "Wir fordern eine klare Entscheidung der Landesregierung gegen alle weiteren landschaftszerstörenden Eingriffe, wie Golfplätze, illegale Mülldeponien und Schotterabbau. Voller Schutz für die Schwemm!", so Andreas Baumüller vom WWF.

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