Schweiz wird Alpenkonvention ratifizieren CIPRA Österreich fordert: Rückenwind für gutes Verkehrsprotokoll nützen!

Neuer Schwung beim Alpenschutz: "Ja" des Schweizer Nationalrats zur Ratifizierung der Alpenkonvention. Beschluß in der Zweitkammer des Parlaments (Ständerat) zur Jahreswende erwartet. Beitritt der Schweiz und Italiens zur Alpenkonvention sieben Jahre nach Unterzeichnung des Abkommens endlich absehbar. CIPRA erwartet nun von Alpenkonferenz der Umweltminister im Oktober klare Entscheide zum Verkehrsprotokoll und zur einer energiepolitischen Abkehr von der Atomkraft in den Alpen

Wien (OTS)- Erfreut zeigt sich CIPRA Österreich (Internationale Alpenschutzkommission) über die heute morgen in Bern gefallene Entscheidung. Die Ratifizierung der Alpenkonvention war jahrelang aufgeschoben worden. Nun wird sie nach Beschluß in der zweiten Schweizer Parlamentskammer im Winter erwartet. Die Alpenkonvention steht für den Kampf um eine umweltverträglichere Entwicklung des Alpenraums. Schon die heutige Entscheidung ist ein Lichtblick in diesem zähen Kampf.

Bisher sind Schweiz und Italien bei der Alpenkonvention abseits gestanden. Nur wenn sich alle Alpenstaaten zu den Zielen und Inhalten dieses Vertragswerkes verpflichten, werden die Alpen in Europa Gehör finden. In Italien steht die Ratifizierung der Alpenkonvention nun ebenfalls diese Woche auf der Tagesordnung des Parlaments.

Dieser Rückenwind muß genützt werden, um beim strittigen Verkehrsprotokoll endlich einen Durchbruch zu erzielen, so CIPRA Österreich: "Der weitere Bau von Autobahnen und Schnellstraßen in den Alpen steht im Widerspruch zur Alpenkonvention." Frankreich hat sich erst jüngst voll an die Seite Österreichs beim Kampf um ein gutes Verkehrsprotokoll gestellt. Die CIPRA sieht jetzt günstige Rahmenbedingungen für das bevorstehende Ministertreffen am 16. Oktober 1998 in Slowenien. "Wir erwarten nun von den Umweltministern der Alpenstaaten, daß sie in der Verkehrs- und Energiepolitik klare Signale setzen und längst fällige Entscheidungen treffen!", so CIPRA Österreich abschließend.

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