"Dirnberger: GKK-Untersuchung weist Zahnärzten schwere Mängel nach Zahnkronen aus Kassenambulatorien sind Gebot der Stunde"

Wien (OTS) - "Jetzt reicht"s", mit diesen Worten reagierte heute AK-Vizepräsident Alfred Dirnberger (ÖAAB) auf Medienberichte, wonach in Niederösterreich bei 16,2% der Zahnbehandlungen Behandlungsmängel oder falsche Abrechnungen vorliegen.

Dirnberger: "Der ÖAAB kritisiert die überhöhten Honorare der Zahnärzte seit Jahren. Diese haben dem Vorwurf immer mit dem Argument der besonders guten Qualität ihrer Arbeit gekontert. Nach der Untersuchung der NÖ-Gebietskrankenkasse über die Mängel muß man sagen: Alles nicht wahr! Es wird Zeit, daß die Gesundheitspolitik die Zahnärzte an die kurze Leine nimmt!"

Als ersten Schritt fordert Dirnberger, daß die Herstellung von Zahnkronen auch in den Zahnambulatorien der Krankenkassen möglich ist. "Wir wollen nicht auf weitere Verhandlungen der Ärzte mit dem Hauptverband warten. Das hat bei diesen, nun aufgedeckten Methoden der Zahnärzte überhaupt keinen Sinn. Nur wenn es sofort Konkurrenz durch die Zahnambulatorien gibt, werden die Zahnärzte gezwungen, vergleichbar gute Arbeit zu vergleichbaren Preisen anzubieten", fordert Dirnberger.

Krankenkasse muß prüfen, ob strafbare Tatbestände vorliegen

Dirnberger erinnert auch daran, daß die österreichischen Zahnärzte immer sehr abschätzig über die Qualität ihrer ungarischen Kollegen gesprochen haben. Dabei stelle sich nun heraus, daß vielmehr die Qualität der österreichischen Zahnärzte oft mangelhaft ist. "Wir vom ÖAAB wollen, daß das Geld in Österreich bleibt und die Patienten nicht lange, beschwerliche Anfahrtswege zu ausländischen, aber erschwinglichen Zahnärzten auf sich nehmen müssen. Daher sind die Zahnkronen aus den Ambulatorien der Krankenkassen ein Gebot der Stunde", verlangt Dirnberger. Er fordert die Krankenkasse auch auf, genau zu prüfen, ob bei den beanstandeten Abrechnungen der Zahnärzte strafbare Tatbestände vorliegen. "Die Zahnärzte schädigen und benutzen die Patienten und das Gesundheitssystem, das habe die Untersuchung der NÖ-GKK deutlich gezeigt", weist Dirnberger auf die unhaltbaren Zustände hin.

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Alfred Dirnberg, Tel.: 01-58883-1706

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