B 122, Umfahrung Aschbach Markt - Krenstetten

Heute Spatenstich für viergleisigen Ausbau der HL-AG

St.Pölten (NLK) - Im Zuge des viergleisigen Ausbaues der Westbahn durch die HL-AG zur Verbesserung und Attraktivierung des öffentlichen Verkehrs ist die Schließung von schienengleichen Bahnübergängen in Aschbach Markt und Krenstetten im Zuge der B 122 notwendig. Heute, 29. September, erfolgte um 10 Uhr in Aschbach in diesem Zusammenhang der Spatenstich zu einem gemeinsamen Projekt des NÖ Straßendienstes und der HL-AG.

Als Ersatz für die Bahnübergänge kommt es zu umfangreichen Korrekturen am Straßennetz, unter anderem auch zu einer Verlegung der B 122. Der NÖ Straßendienst nützt diesen Umstand zur Errichtung einer Umfahrung Aschbach Markt und Krenstetten, da es durch die Bahnübergänge und die folgenden Staubildungen im Bereich der Schranken immer öfter zu Verkehrsbehinderungen auf der B 122 gekommen ist.

In Übereinstimmung zwischen HL-AG, NÖ Straßendienst und Gemeinde wird anstatt technisch sehr aufwendiger Unterführungen ein Ersatzstraßennetz hergestellt, das gleichzeitig in ein Gesamtkonzept für die Umfahrung Aschbach Markt - Krenstetten eingebunden wird. Diese Lösung bringt sowohl für die Bahn einen enormen Sicherheitsgewinn als auch den Ortskernen von Aschbach Markt und Krenstetten eine wesentliche Verkehrsentlastung.

Die neue Trasse führt von der Urlbrücke entlang der Westbahn im Süden bis zur Moderhackermühle (Abschnitt 1), wo eine neue Bahnunterführung errichtet wird. Der Verlauf folgt dann weiter die L 6208 entlang bis zur Eisenbahnkreuzung Krenstetten (Abschnitt 2). Dann folgt ein neuer Abschnitt entlang der Westbahn bis hin zur Einmündung der L 6189 aus Biberbach (Abschnitt 3). Die Anbindung des Ortsteiles Krenstetten erfolgt durch eine Gemeindestraßenunterführung.

Für den Fall, daß die Url Hochwasser führt und die neue B 122 überflutet wird, steht eine Ersatzroute über einen Teil der bestehenden B 122 zur Verfügung. Die Finanzierung der Abschnitte 1 und 3 erfolgt durch die HL-AG, Abschnitt 2 übernimmt der Bund (Kosten rund 30 Millionen Schilling).

Die neue Umfahrung weist eine Länge von knapp fünf Kilometern auf und hat einen befestigten Querschnitt von sieben Metern. Mit diesem Projekt können drei Eisenbahnkreuzungen aufgelassen werden, eine vierte in Krenstetten wurde bereits durch eine Niveaufreimachung entschärft. Die alte B 122 wird künftig großteils als Landesstraße geführt.

Dieses Projekt zwischen HL-AG und dem Straßendienst ist ein Musterbeispiel dafür, daß Straße und Schiene keine Gegensätze sind, sondern sich ideal ergänzen können und sollen. Es ist daher wichtig, daß die Bahn einerseits den Schwerpunkt auf die Abwicklung des überregionalen Schwerverkehrs setzt und hier ein attraktives Angebot bereitstellt, während der Verkehrsweg Straße vor allem den Pkw- und Individualverkehr abwickelt und die regionale Güterversorgung bei der Zulieferung übernimmt.

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