Kinderbetreuung: Wahlfreiheit statt starres System

Kinderbetreuungsscheck wäre sinnvolle Variante

St.Pölten (NLK) - Die Kinderbetreuung ist ein wichtiges familienpolitisches Anliegen des Landes Niederösterreich. Gestern wurde im Neuen Landhaus in St.Pölten der Rohbericht einer Machbarkeitsstudie zum Kinderbetreuungsscheck vorgestellt, der vom Österreichischen Institut für Familienforschung erstellt wurde. Der Rohbericht bezeichnet den Kinderbetreuungsscheck als sinnvolle Variante der Kinderbetreuung, bei dem die Eltern volle Wahlfreiheit hätten. Beim Kinderbetreuungsscheck würde das Geld mindestens drei Jahre ausbezahlt werden, das sich an der Höhe des Karenzgeldes orientiert. Der Scheck würde somit unter anderem das Karenzgeld, die Teilzeitbeihilfe für Selbständige und die Sondernotstandshilfe ersetzen. Beim Kinderbetreuungsscheck würden 5.700 Schilling bzw. das Existenzminimum ausbezahlt. Anders als beim Karenzgeld gibt es für die Mütter während des Bezuges des Geldes kein Arbeitsverbot. Außerdem hat jede Frau Anspruch auf einen Gutschein für jedes Kind zwischen vier und sechs Jahren. Dieser dient als Zahlungsmittel bei anerkannten Kinderbetreuungseinrichtungen. "Der Kinderbetreuungsscheck würde also jene elf Prozent der Mütter begünstigen, die derzeit kein oder nur das halbe Karenzgeld erhalten", befürwortet Landeshauptmannstellvertreterin Liese Prokop. Im Rahmen des Kinderbetreuungsschecks würden außerdem erstmals alle Frauen sozialversichert sein. Als einen ersten Schritt zur Realisierung des Kinderbetreuungsschecks wünscht sich Prokop das Karenzgeld für alle Mütter.

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