ARBÖ: Lkw-Maut dringend erforderlich!

Schweizer Votum zeigt Handlungsbedarf in Österreich auf

Wien (ARBÖ) - Der ARBÖ fordert mit Nachdruck die rasche Einführung der Lkw-Maut, deren Einführung im Bundestraßenfinanzierungsgesetz bereits für das laufende Jahr 1998 vorgesehen war. Mit jedem Jahr Verzögerung entgehen dem Straßenbau Einnahmen in Höhe von 3 Milliarden Schilling.

Die geplante Anhebung der Schwerverkehrsabgaben in der Schweiz wird zudem zu einem enormen Ansteigen der Belastung der österreichischen Transitstrecken führen.

In der Schweiz werden die Straßenverkehrsabgaben ab 1999 schrittweise erhöht, ebenso wie das höchstzulässige Gesamtgewicht für den Transit (von derzeit maximal 28 Tonnen auf 40 Tonnen). Im Jahr 2005 wird die Abgabe pro Kilometer für schwere Lkw bei umgerechnet etwa 9,60 Schilling liegen. Der derzeit für Österreich vorgesehene Satz von maximal 2,00 Schilling pro Kilometer wird
daher eine massive Umlenkung des Transitverkehrs bewirken.

Seit dem EU-Beitritt Österreichs mußte die Straßenbenützungsabgabe für den Güterverkehr bekanntlich sukzessive gesenkt werden. Die Einnahmen sanken bis 1998 auf ein Drittel. Der geplante Ausgleich durch die Kraftfahrzeugsteuer
konnte nicht im ausreichenden Ausmaß erfolgen, da dadurch nur die inländischen Lkw betroffen gewesen wären. Die Lkw-Maut ist daher nach Ansicht des ARBÖ dringend erforderlich:

* um Kostenwahrheit im Gütertransport und ein Abgehen

von der Quersubventionierung zu schaffen,

* um ausländische Lkw gleichermaßen wie inländische

Kostenbeiträge leisten zu lassen,

* um die Wettbewerbsfähigkeit der inländischen

Transportunternehmen zu erhöhen.

Der ARBÖ drängt auf rasche Herstellung der verursachergerechten Kostenbelastung und damit Kostenwahrheit, zu der die Lkw-Maut
einen ersten Schritt beitragen wird.

Rückfragen & Kontakt:

(01) 891 21/244 oder 280
e-mail: presse@arboe.or.at

ARBÖ Presse

ORIGINALTEXT-SERVICE UNTER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NAR/NAR