NÖ Gleichbehandlungskommission nimmt Tätigkeit auf

Unabhängige Kontrollinstanz für 60.000 öffentlich Bedienstete

St.Pölten (NLK) - "Im Juli 1997 wurde das NÖ Gleichbehandlungsgesetz beschlossen, eine wichtige Grundlage für die Gleichbehandlung aller jener, die in Niederösterreich im öffentlichen Dienst stehen. Es gibt viel zu tun: Schon in den Spitzenpositionen herrscht eine krasse Disparität zwischen den Geschlechtern", konstatierte Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll heute vormittag anläßlich des ersten Zusammentreffens aller Mitglieder der NÖ Gleichbehandlungskommission im NÖ Regierungsviertel. "Wir wollen Schritt für Schritt zu einer Parität gelangen und ernsthaft in eine neue Zukunft starten, was Gleichbehandlung anlangt."

Die NÖ Gleichbehandlungskommission ist Kontrollinstanz für etwa 60.000 Frauen und Männer im NÖ Landes- und Gemeindedienst, darunter auch die Landeslehrer. Zur Vorsitzenden wurde Dr. Christine Rosenbach bestellt. Sie bezeichnet es als Hauptaufgaben der Kommission, alle Beschwerden zu überprüfen, im Begutachtungsverfahren von Landesgesetzen Stellungnahmen abzugeben und Frauenförderprogramme zu erarbeiten und auch zu überwachen. Die Kommission besteht aus 32 Mitgliedern, 70 Prozent davon sind Frauen.

Landesrat Dr. Hannes Bauer unterstrich die ernsten Anliegen der Gleichbehandlung, sie müsse vom Willen aller getragen sein. Er betonte, daß die Beförderungsschienen zu Karrieren im öffentlichen Dienst schon sehr frühzeitig gelegt werden müßten. Der krassen Disparität müsse man zunächst dadurch begegnen, daß man Ausgleiche durch Bevorzugung schaffe.

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