Länder kritisieren Kinderbetreuungsrichtlinien des Bundes

Prokop will mit Bundes-Förderung Betreuungsplätze sichern

St.Pölten (NLK) - Die Länder kritisieren die Bundes-Richtlinien für die 600 Kinderbetreuungsmillionen, die vom Bund im nächsten Jahr für die Schaffung neuer Betreuungsplätze bereitgestellt werden. Diese Mittel werden von Ländern und Gemeinden verdoppelt. Bei der Landesfamilienreferententagung, die kürzlich in Kärnten abgehalten wurde, sprach sich Landeshauptmannstellvertreterin Liese Prokop gegen diese Richtlinien aus: "Da wir in Niederösterreich eine sehr gute Versorgung an Kinderbetreuungsplätzen haben, wollen wir das Geld sinnvoll einsetzen, um diesen Standard zu sichern." Niederösterreich bräuchte keine Richtlinien für zusätzliche Betreuungsplätze, sondern setze sich dafür ein, daß bestehende freie Kindergruppen erhalten bleiben. Grund für die Finanzierungsschwierigkeiten sei der Rückzug des Arbeitsmarktservices Niederösterreich aus vielen Betreuungsprojekten. Diese Plätze könnten mit Hilfe der Bundesmittel gesichert werden. Prokop: "In Niederösterreich wollen wir künftig vor allem Hortplätze für Schulkinder und Betreuungsmöglichkeiten für unter Dreijährige fördern."

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