Greenpeace: Französisches Höchstgericht hebt Zulassung von Gentech-Mais auf

Greenpeace fordert Rückholaktion für Gentech-Mais durch Frankreichs Regierung

Wien (OTS) - Greenpeace bergüßte die Entscheidung des französischen Verwaltungsgerichtshofes 'Conseil d'Etat', die Zulassung von Gentech-Mais von Novartis aufzuheben. Greenpeace fordert nun von Frankreichs Regierung, die transgenen Bt-Maispflanzen sofort von den Feldern zurückzuholen. Es muß verhindert werden, daß die Gentech-Produkte die Lebensmittelproduktion erreichen. Laut Greenpeace hätte die Zulassung dieser Gentech-Pflanze bei Befolgung des Vorgsorgeprinzips nie erfolgen dürfen. Der Gerichtshof setzte, nachdem Greenpeace im Februar Klage eingebracht hatte, die Zulassung durch die Regierung heute außer Kraft. Ab Dezember ist mit einer endgültigen Entscheidung nach Klärung offener Verfahrensfragen zu rechnen.

"Gut 1500 ha von illegalem Gentech-Mais drohen nun in wenigen Wochen in die Nahrungskette zu gelangen. Ohne ausreichende Trennung der Ernten wird womöglich die gesamte französische Mais-Ernte mit Gentech-Mais kontaminiert. Greenpeace verlangt nun von der französischen Regierung, die Kontamination der Ernte mit Novartis-Mais zu verhindern," sagte Arnaud Apotheker, Sprecher von Greenpeace Frankreich.

"Die französische Regierung muß dieses Urteil zur Kenntnis nehmen und sämtlichen - nunmehr - illegalen Mais aus dem Verkehr zu ziehen. Die Entscheidung des Höchstgerichts bestätigt einmal mehr die Greenpeace-Kritik an übereilten Zulassungen auf Druck der Gentech-Industrie", betonte Susanne Fromwald von Greenpeace Österreich.

Weitere Informationen: Mag. Susanne Fromwald, Gentechnik-Expertin, Greenpeace Österreich, Tel: 0664/49 049 86

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