Schulskikurse: Stummvoll-Appell gegen Boykottaufrufe

"Hardliner" in der Lehrergewerkschaft sollen Boykott-Drohung zurücknehmen - Gehrer hat volle Rückendeckung der Wirtschaft

PWK - Die "Hardliner" in der Lehrergewerkschaft sollen ihre Profilierung nicht auf dem Rücken der Schüler austragen und ihren von vielen Seiten heftig kritisierten Aufruf zum Boykott von Schulveranstaltungen wie Skikursen zurückziehen. Durch angekündigte Boykottmaßnahmen werden die Errungenschaften vieler Jahre in Frage gestellt und Schüler, Eltern und die Tourismuswirtschaft unnötig vor den Kopf gestoßen, appellierte der Generalsekretär der Wirtschaftskammer Österreich, Günter Stummvoll, an die große Verantwortung der Lehrergewerkschaft in dieser sensiblen Frage. ****

Stummvoll erinnerte daran, daß auch die Wirtschaft in den letzten Jahren große Anstrengungen unternommen habe, um die Attraktivität der Skikursangebote zu verbessern (siehe auch unseren PWK735 vom 25.9. "Kräftige Unterstützung der Wirtschaft für Schulskikurse"). Die erreichten Standards sollten jetzt nicht unnötig gefährdet werden. "Unser aller Ziel sollte doch sein, die guten Rahmenbedingungen zu bewahren. Denn dies kommt unmittelbar den Schülern und Eltern zugute, aber auch den Lehrern. Kostengünstige Angebote lassen sich nur bei genügender Auslastung halten," stellte Stummvoll fest.

Für Projektwochen stehen in dieser Saison von seiten des Unterrichtsministeriums zusätzlich 40 Millionen zur Verfügung. Dadurch sind weitere Verbesserungen im Ablauf derartiger Veranstaltungen möglich. Diese positive Entwicklung dürfe, so Stummvoll weiter, nicht durch Gruppeninteressen gefährdet werden.

Im übrigen wies Generalsekretär Stummvoll Spekulationen zurück, die Wirtschaft übe Druck auf Ministerin Elisabeth Gehrer aus: "Im Gegenteil. Sie hat unsere volle Rückendeckung".
(Schluß) hp

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